Granit Xhaka gibt Impf-Betrug zu und fehlt der Schweiz in der Nations League | Südostschweiz
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Granit Xhaka gibt Impf-Betrug zu und fehlt der Schweiz in der Nations League
Granit Xhaka räumt ein, eine Impfbestätigung erworben zu haben. Der Nati-Captain entschuldigt sich öffentlich und wird nach einer gemeinsamen Entscheidung mit dem SFV die Nations League verpassen.
Granit Xhaka sorgt kurz vor dem nächsten Zusammenzug der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft für Aufsehen. Der 33-jährige Captain hat am Montag (21. September) auf Instagram eingeräumt, während der Corona-Pandemie eine Impfbestätigung erworben zu haben. Er bezeichnet sein damaliges Verhalten als Fehler und entschuldigt sich dafür. Die Angelegenheit hat auch sportliche Konsequenzen: Xhaka wird beim bevorstehenden Zusammenzug der Nati fehlen.
Xhaka gesteht Fehler ein: «Das tut mir leid»
In seiner Instagram-Stellungnahme erklärt Xhaka, dass er während der Corona-Pandemie grosse Vorbehalte gegenüber der Impfung gehabt habe. Er sei stark verunsichert gewesen und habe dem Impfstoff misstraut.
«In dieser aufgewühlten Gefühlslage habe ich eine Impfbestätigung erworben, anstatt meine offenen Fragen auf dem vorgesehenen Weg zu klären», schreibt der Mittelfeldspieler.
Heute bereut Xhaka seinen damaligen Entscheid. Er bezeichnet sein Vorgehen als Fehler und entschuldigt sich öffentlich dafür. Gleichzeitig kündigt er an, die Verantwortung zu übernehmen und vollumfänglich mit den zuständigen Behörden zusammenzuarbeiten.
SFV und Xhaka einigen sich auf Verzicht in der Nations League
Das Eingeständnis hat unmittelbare Konsequenzen für die Schweizer Nationalmannschaft. Xhaka wird nicht am bevorstehenden Zusammenzug teilnehmen. Wie der Schweizerische Fussballverband mitteilt, wurde dieser Entscheid gemeinsam mit dem Spieler getroffen.
Xhaka habe die Verbandsführung bereits am Sonntagabend über den Sachverhalt informiert und angekündigt, sich öffentlich zu äussern. SFV-Präsident Peter Knäbel begrüsst diesen Schritt. Der Verband wolle nun Ruhe in die Situation bringen und sich vollständig auf die bevorstehenden Aufgaben konzentrieren.
Gemeinsam mit Xhaka sei man deshalb zum Schluss gekommen, den kommenden Zusammenzug ohne den Captain zu bestreiten.
Für Nationaltrainer Murat Yakin bedeutet dies, dass er in den vier anstehenden Nations-League-Partien ohne seinen Führungsspieler planen muss. Die Schweiz trifft am 26. September auf Nordmazedonien, am 29. September auf Schottland, am 3. Oktober auf Slowenien und am 6. Oktober erneut auf Nordmazedonien.
Ob Xhaka beim nächsten Zusammenzug wieder zur Verfügung stehen wird, ist bislang nicht bekannt.
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Granit Xhaka
Bereits am Freitag war bekannt geworden, dass die Luzerner Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren gegen Xhaka eingeleitet hat. Im Zentrum steht der Verdacht, dass der Nationalspieler ein gefälschtes Covid-Zertifikat erhalten haben könnte.
Wie der «Blick» zuerst berichtete, soll eine Ärztin aus Luzern in den Fall verwickelt sein. Die Polizei hatte ihre Praxis bereits im Jahr 2023 durchsucht und Beweismittel sichergestellt.
Die Staatsanwaltschaft bestätigte gegenüber SRF, dass sie mögliche Straftatbestände im Zusammenhang mit einer falschen Beurkundung oder Urkundenfälschung untersucht. Xhaka soll Anfang Oktober einvernommen werden.
Noch vor seinem öffentlichen Eingeständnis hatte Xhaka über seinen Sprecher erklären lassen, dass ihm eine ärztliche Bestätigung über zwei Impfungen im Jahr 2022 vorliege. Auch die betroffene Ärztin hatte über ihren Anwalt erklärt, Xhaka tatsächlich geimpft zu haben.
Mit seiner neuen Stellungnahme räumt der Nati-Captain nun ein, eine Impfbestätigung erworben zu haben. Ob und welche strafrechtlichen Konsequenzen daraus entstehen, ist Gegenstand des laufenden Verfahrens. Ein rechtskräftiges Urteil liegt bislang nicht vor.