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WM-Silber für Bündner Unihockey-Trio Levi Walser, Jamie Britt und Mario Kunz

Das Schweizer U19-Unihockey-Nationalteam beendet die WM mit der Silbermedaille. Weltmeister Schweden war für das Team mit den Bündnern Levi Walser, Jamie Britt und Mario Kunz eine Nummer zu gross.

Südostschweiz
01.05.23 - 10:51 Uhr
Unihockey
Enttäuscht: Die Schweizer Spieler müssen nach der Finalpartie den Schweden beim jubeln zusehen.
Enttäuscht: Die Schweizer Spieler müssen nach der Finalpartie den Schweden beim jubeln zusehen.
Bild Marion Rachlinger

Der Weg des Schweizer U19-Unihockey-Nationalteam führte bis in den Final – endete aber mit einer Niederlage gegen Schweden. Zuvor bezwangen die Schweizer im Halbfinal Titelverteidiger Tschechien mit einer tollen Leistung 7:2, wie Swiss Unihockey in einer Medienmitteilung schreibt. Schweden eliminierte Finnland in einem spektakulären Spiel 12:10, wobei alleine im dritten Drittel 15 Tore fielen. Im Gruppenspiel am Donnerstag hatte sich Schweden gegen die Schweiz mit 9:6 durchgesetzt, wobei die Schweizer früh drei Gegentore hinnehmen mussten und im dritten Drittel innerhalb von fünf Minuten die Treffer vom 5:5 zum 5:9 kassierten.

Erneut Mühe zu Drittelsbeginn

Die Schweden starteten besser in die Partie und gingen in der 4. Minute verdient in Führung. Die Schweizer agierten zwar aggressiver als zu Beginn des Gruppenspiels, mit dem Ball waren sie aber nur selten wirklich gefährlich. Dann gab es ein Hin und Her mit Strafen: Erst überstand die Schweiz eine Unterzahlsituation, dann wurde ein Schwede rausgeschickt. Das Schweizer Powerplay dauerte allerdings nur sieben Sekunden, ehe eine Wechselstrafe zu einer Strafe gegen die Schweiz und somit zu einer 4-gegen-4 Situation führte. Genau als die Schweiz für sieben Sekunden in Unterzahl war, entwischte Schmuki mit einem Rush über die linke Seite und traf kurz vor der Pause zum 1:1.

Doch auch im Mitteldrittel waren die Schweden früh erfolgreich. Nach 22 Sekunden überlief Ulriksson seinen Gegenspieler und schob mit der Rückhand zum 1:2 aus Schweizer Sicht ein. Die Schweden provozierten nun mit ihrem Pressing einige Fehler im Spielaufbau, dann aber gab es nach einem Konter Penalty für die Schweiz. Der Bündner Jamie Britt scheiterte jedoch mit seinem Versuch. Insgesamt gab es in dieser Phase nur wenige Torchancen auf beiden Seiten, zudem spielten die Torhüter absolut makellos. Dazu passte, dass Juon in der 35. seinerseits einen Penalty abwehren konnte. Kurz danach glich Hermle auf Pass von Schmuki zum 2:2 aus, mit diesem Resultat endete das zweite Drittel.

Rotes Meer: Eine grosse Schar an Fans unterstützte das Schweizer Team in Dänemark.
Rotes Meer: Eine grosse Schar an Fans unterstützte das Schweizer Team in Dänemark.
Bild Marion Rachlinger

Doppelschlag von Walser kommt zu spät

Auch der Start ins dritte Drittel gelang den Schweizer nicht. Schweden konnte in der 42. Minute erneut in Führung gehen. Das 2:4 vier Minuten später müssen die Schweizer auf die eigene Kappe nehmen, da sie unter Druck das Spiel schlecht auslösten. In der 48. Minute verhinderte Juon Schlimmeres, als er den Ball auf der Torlinie noch irgendwie abwehrte, doch kurze Zeit später war er erneut geschlagen. Kohonen profitierte von einem schlecht getimten Wechsel und schloss eiskalt zum 2:5 ab.

Die Schweizer waren offensiv bemüht, liefen allerdings in einen Konter und verschuldeten so einen Penalty. Diesmal war Juon geschlagen, Kohonen versenkte zum 2:6 – es war die Entscheidung, obwohl die Schweiz in den letzten zwei Minuten durch zwei Tore von des Bündners Levi Walser noch bis auf 4:6 verkürzte. Das 4:7 ins leere Tor sieben Sekunden war der Schlusspunkt in diesem Final, in dem die Schweizer rund zwei Drittel lang sehr gut mitspielten.

Mit Torhüter Mathias Juon, Verteidiger Pascal Schmuki und Center David Hermle stellte die Schweiz genau wie Weltmeister Schweden drei Vertreter im All-Star-Team. (red)

Pure Freude: Der Jubel beim schwedischen Team war nach dem Weltmeistertitel gross.
Pure Freude: Der Jubel beim schwedischen Team war nach dem Weltmeistertitel gross.
Bild Marion Rachlinger

U19-WM Männer 2023: Final

Schweiz - Schweden 4:7 (1:1, 1:1, 2:5)
Arena Nord, Frederikshavn (DEN), 2011 Zuschauende, SR Joni Kokkonen, Tommi Virkki (FIN). 
Tore: 4. Kalentun (Hammarqvist) 0:1. 18. Schmuki (Hermle) 1:1 (Unterzahltor!). 21. Ulriksson 1:2. 36. Hermle (Schmuki) 2:2. 42. Schill (Ulriksson) 2:3. 46. Äse (Kohonen) 2:4. 54. (53:46) Kohonen (Berglund) 2:5. 55. (54:39) Kohonen 2:6 (Penalty). 59. (58:54) Walser (Hermle) 3:6 (Schweiz ohne Torhüter). 60. (59:11) Walser (Schmuki) 4:6 (Schweiz ohne Torhüter). 60. Berglund (Kohonen) 4:7 (ins leere Tor). 
Stafen: 2x2 Minuten gegen die Schweiz. 1x2 Minuten gegen Schweden. 
Schweden U19: Nilsson; Magnusson Lindholm, Berglund; Schill, Lindberg; Hauge, Norman; Lindskog; Kohonen, Nydenfeldt, Äse; Veress, Hammarqvist, Kalentun; Guilotte, Hansson, Ulriksson; Nyh, Johansson. 
Schweiz U19: Juon (Mura); Haldemann, Schmuki; Kehl, Zenger; Davet, Ribler; Britt, Hermle, Arnold; Burren, Hänseler, Seiler; Walser, Marthaler, Kunz; Graf, Nikles, Schmied. 
Bemerkungen: 29. Britt verschiesst Penalty. 35. Ulriksson verschiesst Penalty. Schweiz in Unterzahl mit Torhüterwechsel. Die Schweiz ab 54:43 mehrheitlich ohne Torhüter. 59. Timeout Schweiz. 60. Timeout Schweden. Schmuki und Ulriksson als beste Spieler ausgezeichent.

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