Per sofort: Mauro Caviezel beendet seine Ski-Karriere
Mauro Caviezel hängt seine Ski an den Nagel – per sofort. «Nach meiner jüngsten Verletzung geht es mir wieder gut. Leider aber nicht gut genug, um wieder in den Skirennsport einzusteigen», schreibt Caviezel am Dienstagabend in einem langen Instagram-Post. Der Hintergrund: Bei einem Sturz Anfang Dezember in Lake Louise hatte sich der 34-Jährige ein Schädel-Hirn-Trauma zugezogen. Bereits zum zweiten Mal in seiner Karriere: Schon 2020 musste Caviezel nach einem Trainingssturz in Garmisch-Partenkirchen seine Saison beenden. Die Diagnose schon damals: Schädel-Hirn-Trauma. Zwei Jahre lang hielten ihn Sehprobleme und Mühe mit dem Gleichgewicht vom Comeback ab. Erst in diesem Winter, kurz vor seinem verhängnisvollen Sturz in Nordamerika, kehrte er auf die Piste zurück. «Mir klarem Kopf und nach reiflicher Überlegung musste ich schweren Herzens leider eingestehen, dass für mich der Zeitpunkt gekommen ist, als aktiver Skirennfahrer zurückzutreten», so Caviezel. «Ich habe immer alles für meine Leidenschaft – den Skirennsport – gegeben, das Limit stets gesucht und die Grenzen meines Körpers ausgereizt.»
Der Grund des Rücktritts passt zu einer Karriere, die geprägt war von Verletzungen. Caviezels Patientendossiert gleicht einem dicken Buch: Schulterluxationen, Wadenbeinbruch, eine komplizierte Handverletzung, Innenbandriss, ein Achillessehnenriss. Als sich der Bündner mit 23 Jahren einen Kreuzbandriss und einen Meniskusschaden zuzog, prophezeiten ihm die Ärzte Sportinvalidität. Caviezel konnte ein Jahr nach dem Sturz nicht einmal Treppenlaufen. Vom Comeback sprach niemand. Das einzige Ziel: Fit für den Alltag zu werden.