Livia Peng erneut im Nationalteam – aber neuer Trainer lässt Goaliefrage offen
Es sind turbulente Wochen, die das Schweizer Frauen-Nationalteam hinter sich hat. Die Kanterniederlagen gegen Weltmeister Spanien (0:5, 1:7). Die Trennung von Trainerin Inka Grings nach 14 Spielen mit bloss einem Sieg. Und jetzt kommen die Nations-League-Spiele gegen Schweden (1.12.) und Italien (5.12.), in denen der Abstieg aus der ersten Europagruppe kaum mehr verhindert werden kann.
Gibts eine klare Nummer 1?
Am Freitagmorgen gibt Reto Gertschen, der nach Grings' Entlassung interimistisch übernimmt, sein erstes Aufgebot bekannt. Mit dabei: Livia Peng. Die Goalie aus Domat/Ems steht seit dieser Saison beim Bundesligisten Werder Bremen unter Vertrag, überzeugt in der Bundesliga mit konstant starken Leistungen. Im Nationalteam absolvierte Peng bislang fünf Einsätze, zuletzt stand sie beim 1:7 gegen Spanien zwischen den Pfosten.
Nach dem Rücktritt der langjährigen Stammgoalie Gaëlle Thalmann ist die Situation im Tor offen, Grings rotierte zuletzt, wollte sich nicht auf eine neuen Nummer 1 festlegen. «Die ersten zwei Trainings werden zeigen, wer weiter ist und wer dem Team in diesem Moment besser helfen kann», sagt Gertschen zur Goaliefrage. Er habe sich auch mit Goalietrainer David Gonzalez ausgetauscht.
Schweiz mit Rücken zur Wand?
Mit vier Niederlagen aus vier Spielen steht die Schweiz in der erstmals durchgeführten Nations League mit dem Rücken zur Wand. Der Klassenerhalt wäre eine kleine Sensation, gerade auch mit Blick auf die Gegnerinnen. Schweden ist derzeit die Nummer 1 der Weltrangliste. Die Italienerinnen liegen auf Platz 14, vier Ränge vor der Schweiz.