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Die Silber-Helden sind zurück

Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft ist am Montag von der Eishockey-WM aus Prag heimgekehrt. Im «Silber-­Flieger» befanden sich auch sechs Davoser.

Davoser
Zeitung
31.05.24 - 14:00 Uhr
Eishockey

Beim Empfang des Schweizer Nationalteams, das am Sonntagabend im Final gegen Gastgeber Tschechien mit 0:2 verloren hatte, trägt Sven Jung sein Söhnchen Henri auf den Armen. Der Kleine spielt im Klotener Eisstadion mit der WM-Silbermedaille. Seit dem 19. April war der Papa nur fünf Tage zu Hause. Der HCD-Verteidiger verdiente sich sein erstes WM-Aufgebot mit überzeugenden Leistungen während der ganzen Saison und in der langen Vorbereitung. «Ich konnte viele coole Erfahrungen sammeln und hätte nie gedacht, dass ich so viel Eiszeit erhalten würde», sagt Jung im Rückblick auf seine erste WM.

Die Enttäuschung steht Andres Ambühl (noch) ins Gesicht geschrieben. «Ich wäre lieber mit dem Kübel heimgekehrt», bekennt der HCD-Captain. Der 40-Jährige war in Prag der älteste WM-Spieler und schraubte seine Weltrekorde auf ­seine 19. Weltmeisterschaft und 141 WM-Spiele. «Wir hatten eine coole Truppe. Diese Mannschaft hätte mehr als Silber verdient. Wir brauchen uns nichts vorzuwerfen. Im Final fehlte leider ein Treffer», zieht Ambühl Bilanz. WM-Silber hatte er bereits 2013 gewonnen. Die WM 2018 verpasste er wegen einer Verletzung. Damals kehrte Michael Fora mit der Schweiz als WM-Zweiter aus Dänemark zurück. In Prag doppelte der HCD-Verteidiger nun nach.

Wie Jung bestritt der gebürtige Davoser Ken Jäger, der für den HC Lausanne spielt, seine erste WM. Die Silbermedaille sei das Tüpfelchen auf dem i seiner insgesamt erfolgreichen Saison, stellt der 25-jährige Mittelstürmer fest. «Das ist cool. Für die Schweiz zu spielen, bedeutet mir immer eine sehr grosse Ehre.»

Auch in den Katakomben der Prager WM-Arena trugen zwei HCD-Exponenten ihren Teil zur erfolgreichen WM-Expedition bei. Stefan Steiner sorgte als Materialwart für den richtigen Schlittschuhschliff. Und Thomas Ritter knetete als Masseur die angespannten Muskeln der Spieler jeweils wieder weich.

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