Eine nahezu perfekte Ski-WM
Hugo Wetzel, geschäftsführender Präsident der Ski-WM 2017, der fünften in St. Moritz, strahlte. «Es war eine herausragende WM», sagte er am Dienstag an der Abschluss-Medienkonferenz in Zürich. Die Schweizer Athletinnen und Athleten trugen wesentlich zum Fest bei. Mit sieben Medaillen – drei davon goldene – war es für Swiss-Ski die erfolgreichste WM seit Vail/Beaver Creek 1989. Und dies im eigenen Land.
Erfolgreiche Projekte, ...
Aber nicht nur sportlich war der Event ein Erfolg. Der NIV-Bericht (Nachhaltigkeit plus Innovation gleich Vermächtnis) zeigt, dass 22 Projekte in den Bereichen Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft und Management lanciert wurden. 19 Projekte konnten ganz oder teilweise erfolgreich umgesetzt werden. 14 davon verteilten sich gleichmässig auf die Bereiche Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft, so dass von einer nachhaltigen Durchführung gesprochen werden kann. Nicht umgesetzt werden konnte unter anderem ein Projekt zur Förderung des Schneesports bei der Jugend.
... riesiges Zuschauerinteresse ...
Erfreut wurde nochmals darauf hingewiesen, dass die WM vor Ort von 165'000 Zuschauern verfolgt wurde. Der «Super Speed Sunday» mit zwei Abfahrtsrennen an einem Tag übertraf dabei mit 68‘000 Fans im Zielgelände auf Salastrains alle Erwartungen. Durchschnittlich 1,076 Millionen Zuschauer verfolgten die Männerabfahrt live auf SRF 2.
Total führte die WM im Kanton Graubünden zu 144‘000 Logiernächten. Mit der WM wurde eine direkte und indirekte Bruttowertschöpfung von rund 142 Millionen Franken ausgelöst, davon rund 49 Millionen Franken in Graubünden. In der jüngeren Vergangenheit verzeichnete in der Schweiz nur die Euro 2008, die Fussball-EM, mit einer Milliarde Franken eine noch höhere Bruttowertschöpfung.
... und eine schwarze Null
Gross war das mediale Echo. Allein in der Schweiz erreichten 4233 verfasste Artikel 165,5 Millionen Leser. Weltweit wurden mehr als 350 Sendestunden zur WM gemessen. Auch in der digitalen Kommunikation und in den sozialen Medien zeigte sich ein enormes Wachstum. Die WM-App «St. Moritz 2017» wurde 35‘000 Mal aus dem App-Store heruntergeladen, und die WM-Website verzeichnete über den Eventzeitraum 4,5 Millionen Seitenaufrufe.
Was die Finanzen betrifft, wurden keine Angaben gemacht. «Wir sind noch nicht so weit», sagte Wetzel. Die Verantwortlichen gehen jedoch davon aus, dass Ende Jahr eine definitive Abrechnung mit einer schwarzen Null vorgelegt werden kann. Unmissverständlich war Wetzels Antwort auf die Frage, ob es in St. Moritz eine sechste alpine Ski-WM geben könnte. «Die WM ist zwar fertig, sie ist aber nicht vorbei. St. Moritz ist immer bereit», so Wetzel.