Neuer «Pfuus» mit Bitterkick nach erstem bitteren Ende
Die Idee ist fast drei Jahre alt, das Getränk jedoch brandneu – auch wenn es genau genommen vor gut zwei Jahren schon einmal auf dem Markt war. Pfooze heisst die Marke, was «Power» meint und deshalb «Pfuus» ausgesprochen wird, was wiederum nichts mit «Pfuusen» zu tun hat. Im Gegenteil: «Bitterkick ist ein alkoholfreier Apéro, der uns höher schwingen lässt», sagt Rainer von Niederhäusern. Der 62-Jährige ist Geschäftsführer der Pfooze AG, die er 2020 mit Manuel Rickenbach und mit Sitz in Bilten gegründet hat.
Rickenbach ist heute Verwaltungsratspräsident der Visit Glarnerland AG und Mitgründer des Biltner Büros für Unternehmensentwicklung Consulant AG. Vor rund drei Jahren war der Betriebsökonom aber noch Besitzer des Hotels und Restaurants «Schwert» in Näfels und hatte als solcher zwei Probleme. Das grössere: Corona und die Schliessung aller Restaurants, die der Bundesrat zur Eindämmung der Pandemie verfügt hatte. Und das kleinere: Er suchte nach dem Saft der Pflanze Aloe, mit dem ein Hände-Desinfektionsmittel hergestellt werden sollte.
Rickenbachs und von Niederhäuserns Ehefrauen kannten sich bereits, «und Manuel Rickenbach wusste daher, dass ich Importeur und Verkäufer von Bio-Aloesäften bin», erzählt von Niederhäusern. Als Craniosacral-Therapeut war er auch in der Komplementärmedizin tätig, verbrachte viel Zeit in Indien und beschäftigte sich mit asiatischen Heilmethoden wie Ayurveda oder den europäischen Lehren und Rezepten des Paracelsus.
Start mit fünf Varianten
Rickenbach und von Niederhäusern vereinbarten ein Treffen im Näfelser «Schwert». Ihr Gespräch drehte sich irgendwann auch um die Drinks und Säfte, die von Niederhäusern damals noch in ganz geringen Mengen daheim in der eigenen Küche herstellte. Das sollte professionalisiert werden, wofür Rickenbach seine Unterstützung anbot. «Das war die Geburtsstunde der Pfooze AG», steht auf der Website des Unternehmens.