Zwei Wintersportorte treten beim Strom auf die Bremse
Um eine drohende Strommangellage im kommenden Winter möglichst zu vermeiden, hat der Bund die Bevölkerung und Wirtschaft zum Stromsparen aufgerufen. In der Gemeinde Davos wurden dazu zwei Arbeitsgruppen gebildet, wie es in einer Mitteilung heisst.
Die erste Arbeitsgruppe erstelle ein Notfallkonzept, welches festlege, wie die wichtigsten Leistungen und Infrastrukturen der Gemeinde im Notfall aufrechterhalten werden könnten. Die zweite Arbeitsgruppe beschäftige sich mit Energiesparmassnahmen. Die Gemeinden Davos und Klosters wollen dabei koordiniert vorgehen und sich auch mit Verbraucherinnen und Verbrauchern austauschen.
Es wurden bereits eine Reihe wirksamer Sparmassnahmen entworfen, welche stufengerecht zur Anwendung kommen.»
Zitiert aus Medienmitteilung, Gemeinde Davos
Ziel ist es, das öffentliche und touristische Angebot aufrechtzuerhalten. Auch bei den Bergbahnen wurde bereits reagiert, wie es in der Mitteilung heisst: «Es wurden bereits eine Reihe wirksamer Sparmassnahmen entworfen, welche stufengerecht zur Anwendung kommen.»
Erste Sparmassnahmen beschlossen
Aus Sicht der Gemeinde ist Stromsparen in der aktuellen Lage nicht nur im Sinne eines Beitrags zur Vorbeugung einer Mangellage angezeigt, sondern auch ein unternehmerisches Gebot, um erhöhten Kosten aufgrund von steigenden Energiepreisen entgegenzuwirken.
So soll etwa im Hallenbad durch verkürzte Betriebszeiten der Rutschbahn Energie gespart werden. Auch die Beleuchtung der Nachtloipe werde reduziert und soll in der kommenden Saison in Davos nur noch an zwei Abenden und in Klosters an einem Abend geöffnet haben. Der Eistraum werde, in Abhängigkeit von der Wettersituation, erst auf Weihnachten hin eröffnet.
Sparen bei der Beleuchtung
Weiter soll die Beleuchtung im öffentlichen Raum in Davos und Klosters auf ein notwendiges Minimum beschränkt werden, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Die Strassenbeleuchtung werde deshalb auf das gesetzlich und technisch machbare Minimum reduziert. Auch das Anleuchten öffentlicher Gebäude soll insbesondere in den Abendstunden stark dezimiert werden. Die Winterbeleuchtung werde in Davos nur auf verkürzten Abschnitten in Dorf und Platz sowie in Klosters nur an der Bahnhofstrasse installiert und lediglich vom 10. Dezember bis in die Neujahrswoche betrieben. Handels- und Gewerbebetrieben wird von der Gemeinde empfohlen, Schaufensterbeleuchtungen spätestens um 21.30 Uhr auszuschalten. (red)
Mit den Sparmassnahmen solle ein Beitrag dazu geleistet werden, dass die Schweiz im kommenden Winter nicht in eine Strommangellage gerät, welche für Bevölkerung und Tourismus einschneidende Folgen hätte, schreibt die Gemeinde.