Zwei Superfinal-Neulinge fordern die Titelverteidiger heraus
Der Superfinal steht an und damit das wichtigste Spiel des Jahres im Schweizer Unihockey. Bei den Frauen und bei den Männern trifft in Freiburg jeweils ein Routinier auf einen Debütanten.
Vor dem Superfinal am Samstag in der Freiburger BCF-Arena sind die Rollen klar verteilt. Bei den Frauen und den Männern bekommen es die Titelverteidiger mit Gegnern zu tun, die zum ersten Mal am wichtigsten Spieltag im Schweizer Unihockey antreten.
Qualifikationssieger gegen Champion
Bei den Frauen treffen zwei Welten aufeinander: Die Wizards Bern-Burgdorf spielen gegen die Kloten-Dietlikon Jets. Während Bern-Burgdorf zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in den Superfinal einzog, sind die Jets die unangefochtenen Champions: Seit 2019 gewann kein anderes Team den Superfinal.
Was jedoch für die Wizards spricht: Die Qualifikation beendete das Team auf dem 1. Platz, Kloten Dietlikon hingegen im 3. Rang. Und: Nur drei Spiele haben die Bernerinnen in dieser Saison verloren, zwei davon in der Verlängerung. Aus den zwei Duellen gegen die Jets resultierten zwei Siege.
In der Theorie scheint also alles angerichtet für einen neuen Meister bei den Frauen. Ob Bern-Burgdorf dem Druck in seinem ersten Superfinal auch standhalten kann, oder ob am Ende die Routine der Jets siegt, wird sich zeigen.
Schafft Rychenberg den Coup?
Keine so deutliche Dominanz – aber ebenfalls zumindest Überlegenheit – herrschte in den vergangenen Jahren bei den Männern. Zug United hat sich zum Spitzenteam gemausert und die letzten beiden Superfinals für sich entschieden. Nun wartet mit Rychenberg Winterthur wie bei den Frauen ein Team, das zuvor noch nie den Vorstoss in den Final geschafft hat.
Rychenberg schaffte es als Siebter der Qualifikation in die Playoffs. In diesen wusste die Mannschaft der nach dem Superfinal abtretenden Trainer-Ikone Philippe Soutter dann aber zu überzeugen. In den Halbfinals besiegte sie den Rekordmeister Wiler-Ersigen, der die Qualifikation gewonnen hatte.