Zwei Streetdancer aus der Schweiz vor dem Weltfinale in Zürich
Zürich wird zum Mekka der weltweiten Streetdance-Szene. Bevor im Hallenstadion – erstmals in der Schweiz – 16 Tänzerinnen und Tänzer um den Weltmeistertitel kämpfen, werden im Schiffbau die Pre-Finals ausgetragen. Mit dabei sind Stalamuerte und Zax aus der Schweiz.
Stalamuerte, der eigentlich Cédric Borgès heisst, steht bereits im Weltfinale, dank einer sogenannten Wildcard. Zax, eigentlich Zacharie Lamrai, hat sich im Juli in Basel den Titel des Schweizer Champions ertanzt. Er wird am 21. oder 22. Oktober im Schiffbau antreten. Dort werden die nationalen Champions um den Einzug ins Finale gegeneinander antreten.
Von den 16 Tänzerinnen und Tänzern im Finale am 24. Oktober im Hallenstadion haben acht ihren Platz auf sicher. Die acht Weiteren ergeben sich eben aus den Battles im Schiffbau.
Die Darbietungen dort basieren weitgehend auf Improvisation; die Musik ist bis zum Beginn eines Battles geheim. Über Sieg oder Niederlage entscheidet das Publikum ohne eine professionelle Jury.
Zax vor dem Battle im Schiffbau
Zax bereitet sich darauf vor, indem er vor allem an seinem Gehör arbeitet. «Ich versuche, mein musikalisches Gehör zu schulen», sagte er zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Zudem kann er auf Unterstützung aus Vevey rechnen, jener Stadt aus der er kommt. Dort hat er an der Danse Académie und im Studio LesZarts auch seine Ausbildung gemacht. In seinem Tanz verbindet er Urban Dance mit zeitgenössischem Tanz sowie Einflüssen aus Capoeira und Karate.
Der 33-jährige Stalamuerte stammt ebenfalls aus Vevey. Er kommt direkt ins Finale, nicht zuletzt, weil er seit Jahren eine Grösse in der Schweizer Street-Dance-Szene ist. International startete er 2019 durch, als er zusammen mit Diablo den Hip-Hop-Wettbewerb des Juste-Debout-Wettbewerbs in Paris gewann. Seitdem unterrichtet er bei internationalen Workshops, tritt in Musikvideos und Modekampagnen auf und entwickelt seine eigenen künstlerischen Projekte.