Zwei Freunde als wichtige Puzzleteile beim HCD
Die Freunde Davyd Barandun und Yannick Frehner sind wichtige Puzzleteile beim HC Davos. Nun wollen sie ihre letzte gemeinsame Saison bei den Bündnern mit dem Meistertitel krönen.
Vor einem Jahr war die Gefühlswelt bei Davyd Barandun und Yannick Frehner noch eine ganz andere, war gegenseitige Unterstützung angesagt – die beiden bildeten länger eine Wohngemeinschaft. Frehner verletzte sich im letzten Qualifikationsspiel an der Schulter und musste die gesamten Playoffs zuschauen. Barandun fiel im dritten Viertelfinalspiel gegen Zug aus und musste sich am Unterkörper ebenfalls operieren lassen. Davos schied im Halbfinal gegen die ZSC Lions (2:4) aus.
Nun reiten beide auch persönlich auf einer Erfolgswelle. Verteidiger Barandun erzielte am Mittwoch beim 1:0-Heimsieg im dritten Halbfinalspiel gegen die ZSC Lions seinen ersten Treffer in den Playoffs (im 39. Spiel) und brachte sein Team in der Serie mit 2:1 wieder in Führung.
Blackout nach riesigem Zufall
Davor hatte er mit Frehner noch über einen allfälligen Torjubel geredet. «Das war ein riesiger Zufall», sagt Barandun danach. Doch als der Puck im Tor war, hatte er einen Blackout, vergass er kurzzeitig, was sie abgemacht hatten, war er voller Emotionen – «ich funktionierte nur noch». Als er dann zur Bank fuhr und Frehner sah, fiel es ihm wieder ein, zeigte er mit der linken Hand mehrmals nach unten und «wir mussten beide lachen».
Auch sonst überzeugt Barandun in dieser Saison. Die Qualifikation schloss er mit einer Plus-29-Bilanz ab, nur Teamkollege Matej Stransky (+34) war in dieser Statistik noch besser. Er räumt nun vor dem eigenen Tor besser auf, und wenn er den Puck hat, bewegt er die Beine mehr. Zudem spiele die Erfahrung eine Rolle, sagt der 26-Jährige, der in der Ukraine geboren ist und mit vier Jahren mit seiner Familie in die Schweiz ins Oberengadin kam. «Ich konnte in den letzten Jahren sehr vieles mitnehmen.»
Der Verletzungshexe getrotzt