Martin Landolt tritt aus dem Landrat zurück und beendet seine politische Karriere
25 Jahre lang sass Martin Landolt im Glarner Landrat – dabei politisierte er gleich in drei Parteien. Zuerst in der SVP, nach der Parteispaltung in der BDP und schliesslich nach deren Fusion mit der CVP in Die Mitte. Ende Mai tritt der 54-Jährige nun aus dem Kantonsparlament zurück. Da er im kommenden Herbst auch nicht mehr als Nationalrat kandidieren werde, sei es für ihn nun an der Zeit, Abschied von der Politik zu nehmen, begründet Landolt gemäss einer Mitteilung des Kantons seinen Rücktritt.
Der ehemalige Parteipräsident der BDP-Schweiz wird Verwaltungsratspräsident des Krankenkassenverbandes Santésuisse.
Auch Thomas Kistler tritt zurück
Gleichzeitig mit Landolt tritt ein weiterer langjähriger Kantonsparlamentarier zurück. SP-Politiker Thomas Kistler hört nach 18 Jahren im Landrat auf. Er wolle sich auf sein Amt als Gemeindepräsident von Glarus Nord konzentrieren, begründet er diesen Schritt. Kistler rutschte 2005 für die SP im damaligen Wahlkreis Niederurnen in den Landrat nach.
Nachrücken könnten Verwandte und alte Bekannte
Für Martin Landolt kann Liliane Schrepfer-Landolt aus Obstalden nachrücken. Sie landete bei den Landratswahlen vom Mai 2022 auf dem nächsten Listenplatz bei der Mitte in Glarus Nord. Wenn sie nicht will, würde ein äusserst erfahrener Rückkehrer nachrutschen: Bruno Gallati aus Näfels, der nach 28 Jahren abgewählt worden war.
Für Kistler wiederum könnte ein Verwandter nachrücken: Auf dem nächsten Platz bei der SP-Glarus Nord landete Benjamin Kistler aus Niederurnen, sein Neffe.