Zuletzt gewann dreimal das Heimteam
In Davos kommt es am Donnerstag zum zehnten Mal seit Einführung des aktuellen Modus zu einer Finalissima, einem entscheidenden siebten Spiel im Playoff-Final. So liefen die neun bisherigen ab.
Neun Mal gab es bisher ein entscheidendes siebtes Spiel im Playoff-Final um die Schweizer Eishockey-Meisterschaft. Fünf Mal feierte danach das Heimteam, vier Mal der Gast. Zuletzt war der Heimvorteil aber tatsächlich einer.
7. April 2001: Die Schande von Lugano
Die erste Finalissima ist gleich an Dramatik nicht zu überbieten. In der 11. Minute der Verlängerung zirkelt Morgan Samuelsson den Puck ins Lattenkreuz und beschert dem ZSC mit dem 2:1 die erfolgreiche Titelverteidigung. Was dann folgt, bleibt ein Schandfleck in der Geschichte des Schweizer Hockeys. Im Tessin liegen die Nerven nach drei vergebenen Meisterpucks blank. Gleich nach der Pokalübergabe müssen die Zürcher wegen randalierender Fans in die Garderobe flüchten.
9. April 2007: Robin Leblancs Schuss ins Glück
Der Playoff-Final endet am Ostermontag nach sieben Heimsiegen mit dem knappsten aller Resultate. In der 45. Minute erzielt Robin Leblanc den einzigen Treffer zum Davoser 1:0 gegen Bern.
13. April 2009: Davos gewinnt diesmal auswärts
Auch zwei Jahre später holt sich der HCD von Trainer Arno Del Curto den Meistertitel in einer Finalissima, diesmal aber auswärts. Dino Wieser und Reto von Arx erzielen die Tore zum entscheidenden 2:1 in Kloten. Parallele zur aktuellen Serie: Davos verpasste den Matchpuck in Spiel 6 in der Verlängerung. Vor 17 Jahren gab es aber nach zwei Heimsiegen zum Auftakt nur noch Auswärtserfolge.
24. April 2010: Bern verhindert Servettes ersten Meistertitel
Der SC Bern vergibt in den Spielen 5 und 6 zwei Matchpucks und gerät zuhause bereits nach 80 Sekunden in Rückstand. Bis zur 43. Minute wenden sie aber mit vier Toren das Blatt und bringen das 4:1 sicher über die Zeit – sehr zur Freude von 17'131 Zuschauern.