Zürich und Winterthur besetzen ihr Stadtpräsidium neu
Im Kanton Zürich wird heute Sonntag gewählt: In den Städten Zürich und Winterthur geht es neben den Parlamentswahlen auch um die Suche nach einer neuen Stadtregierung und – in beiden Städten – um das Stadtpräsidium.
In der Stadt Zürich werden ab 15 Uhr erste Resultate aus den Wahlkreisen erwartet, das Schlussresultat für den Stadtrat und das Stadtpräsidium sollte gegen 19 Uhr eintreffen. Mit den Resultaten für das Stadtparlament wird gegen 20 Uhr gerechnet.
Die amtierende SP-Stadtpräsidentin Corine Mauch tritt nach 17 Jahren nicht mehr an. Das Zürcher Stadtpräsidium ist seit 36 Jahren fest in den Händen der SP. Und dies dürfte auch so bleiben, denn Sozialvorsteher Raphael Golta will Mauch beerben. Der 50-Jährige ist seit 2014 für die SP im Stadtrat und gilt als klarer Favorit.
Sein Hauptkonkurrent ist der 39-jährige Përparim Avdili. Der umtriebige FDP-Gemeinderat scheute im Wahlkampf keinen Aufwand. Der in Nordmazedonien Geborene spannte unter anderem mit dem Mundartrapper EAZ zusammen, der kosovarischer Abstammung ist. In EAZs Track «Ëine vo ois» geht es um: Avdili.
Just eine Woche vor den Wahlen hatte sich EAZ jedoch in einem Instagram-Post vom FDP-Kandidaten abgegrenzt und sich von gewissen seiner Positionen distanziert. Er sei mit Aussagen von Avdili konfrontiert worden, die er nicht gekannt habe und die er zu 100 Prozent nicht teile, etwa zum Islam oder zum Nahost-Konflikt.
Weniger laut war der Wahlkampf der zwei anderen Kandidierenden fürs Stadtpräsidium: SVP-Kantonsrat Ueli Bamert und GLP-Stadtparlamentarierin Serap Kahriman.
Grüne greifen nach drittem Sitz
In der neunköpfigen Zürcher Stadtregierung werden drei Sitze frei: Neben jenem von Mauch auch jener von Bauvorsteher André Odermatt (beide SP) und Filippo Leutenegger (FDP).
Die SP will ihre vier Sitze verteidigen. Sie tritt neben Golta und der Bisherigen Simone Brander mit Nationalrätin Céline Widmer und Kantonsrat Tobias Langenegger an. Die Grünen greifen nach einem dritten Sitz. Neben den Bisherigen Karin Rykart und Daniel Leupi schickt die Partei Nationalrat Balthasar Glättli ins Rennen, dem gute Wahlchancen eingeräumt werden.