Zürich stimmt über automatische Steuer-Abzüge für Prämien ab
Am 14. Juni entscheidet der Kanton Zürich über die Initiative «Stopp Prämien-Schock». Sie verlangt, dass Steuerabzüge parallel zu den Krankenkassenprämien steigen.
Die Kosten für die Gesundheit belasten die Zürcher Haushalte immer stärker. Bei vielen Zürcherinnen und Zürcher fressen die jährlich steigenden Krankenkassenprämien einen immer grösseren Teil des verfügbaren Einkommens auf. Die Volksinitiative «Stopp Prämien-Schock: Für eine automatische Entlastung bei den Krankenkassenprämien» will hier ansetzen und das kantonale Steuergesetz anpassen.
Hier sind die sieben wichtigsten Punkte, die man vor dem Urnengang wissen muss:
1. Das fordert die Initiative
Die im Februar 2024 eingereichte Initiative fordert eine Systemumstellung bei den Steuern. Konkret verlangt sie, dass der Betrag, den man in der Steuererklärung für Versicherungsprämien abziehen kann, alle zwei Jahre an die tatsächliche Entwicklung der Krankenkassenprämien angepasst wird. Ziel ist es, dass die Steuerpflichtigen weniger Steuern zahlen müssen, damit am Ende des Monats mehr Geld zum Leben übrig bleibt.
2. Bisher ist Teuerung massgeblich
Bisher orientiert sich der Kanton Zürich bei der Anpassung der Steuerabzüge an der allgemeinen Teuerung. Alle zwei Jahre prüft der Kanton, wie stark die Preise im Allgemeinen gestiegen sind, und korrigiert die Abzüge entsprechend. Das Problem laut den Initianten: Die Gesundheitskosten steigen weitaus schneller als die Inflation für andere Güter.
3. Schere zwischen Prämien und Teuerung
Ein Blick auf die letzten Jahre verdeutlicht die Problematik, auf die die Initiative reagiert: Von 2014 bis 2024 betrug die allgemeine Teuerung in der Schweiz lediglich rund 6 Prozent. Im gleichen Zeitraum kletterten die durchschnittlichen Krankenkassenprämien im Kanton Zürich jedoch um massive 35 Prozent nach oben.