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Schweiz und Welt

Zürich kämpft gegen die Asiatische Hornisse

Agentur sda
14.07.2026, 16:38 Uhr

Die Stadt Zürich ruft dazu auf, Nester der Asiatischen Hornisse zu melden. Alles deute darauf hin, dass sich der Schädling in Zürich derzeit stark vermehre. Auf der nationalen Meldeplattform steigen die Zahlen zu gesichteten Hornissen pro Jahr um den Faktor vier.

Konkret seien in diesem Jahr bereits vier Primärnester gemeldet und bekämpft worden, heisst es bei der Stadt Zürich auf Nachfrage von Keystone-SDA. Dazu kommen mehrere Einzelnachweise von Hornissen. Auch über die Meldeplattform des Bundes hätten Meldungen im Vergleich zum Vorjahr stark zugenommen.

«Ja, die Asiatische Hornisse ist definitiv in der Stadt Zürich angekommen», lautete die Antwort der Medienstelle der Abteilung Umwelt- und Gesundheitsschutz auf die entsprechende Frage.

Bis Ende Juli baue die Hornisse ihre Primärnester an geschützten Stellen, teilte die Stadt Zürich am Dienstag mit. Da diese Nester bodennah und in der Nähe von Gebäuden erstellt werden, könnten sie gut entfernt werden. Die Bevölkerung solle darum Sichtungen auf der Online-Plattform des Bundes melden.

2025 nur zwei Nester gemeldet

Im letzten Jahr gingen 27 Sichtungen der Asiatischen Hornisse in Zürich ein. Ein Primärnest wurde in einem Rollladenkasten in Witikon entfernt. Im November entfernten die Behörden zudem ein Sekundärnest in einem Baum in Schwamendingen.

Sekundärnester, welche die Asiatische Hornisse ab August bildet, sind schwieriger zu entfernen, weil sie sich in Bäumen befinden. Primärnester erstellt sie etwa unter Dachvorsprüngen, Rollladenkästen oder in Hecken.

Aufwändige Bekämpfung

Die Asiatische Hornisse breitet sich seit 2017 in der Schweiz aus. Sie ist eine invasive gebietsfremde Art. Die Hornissen ernähren sich von Wild- und Honigbienen sowie anderen Insekten. Der Rückgang der Bienen habe spürbare Folgen für unser Ökosystem und die Biodiversität, heisst es in der Mitteilung. Die Hornisse hat kaum natürliche Feinde und bildet grosse Nester mit viel Nachwuchs. Dadurch breitet sie sich besonders schnell aus.

Aus rund 75 Prozent der etwa Fussball-grossen Primärnester entsteht ein Sekundärnest mit bis zu 4000 Individuen und 350 befruchteten Jungköniginnen, wie die Stadt Zürich weiter mitteilte. Diese verlassen Ende Saison das Sekundärnest. Etwa 10 Prozent dieser Jungköniginnen überlebt den Winter an einem geschützten Ort. Im Frühling beginnen sie dann mit dem Bau eines neuen Primärnests.

Es müsse davon ausgegangen werden, dass nicht alle Primär- und Sekundärnester von Asiatischen Hornissen auf dem Stadtgebiet als solche erkannt, gemeldet und bekämpft werden. Aus jedem unentdeckten Nest resultierten im Folgejahr mehrere neue Nester, so die Medienstelle.

Durch eine frühzeitige Entfernung der Nester sollen Schäden so gering wie möglich gehalten werden. Die Suche und Bekämpfung der Asiatischen Hornisse gestaltet sich aber äusserst aufwändig. Der Schädling zeichnet sich durch seine mehrheitlich schwarze Färbung aus.

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