Zürcherinnen und Zürcher sollen öfter gratis ins Kunsthaus dürfen
Das Stadtzürcher Parlament hat dem Kunsthaus am Mittwoch mehr Geld gewährt. Ein Teil davon soll für bessere Arbeitsbedingungen genutzt werden. Und die Bevölkerung soll häufiger gratis in die Ausstellungen gehen können.
7,3 Millionen Franken zusätzliche Subventionen soll das Kunsthaus jährlich von der Stadt Zürich erhalten. Derzeit sind es 18,5 Millionen. Das Stadtparlament genehmigte die zusätzlichen Beiträge am Mittwoch.
Dabei stellte das Parlament mehrere Anträge, etwa zu Gratis-Eintritten. Freien Eintritt gibt es im Kunsthaus bereits heute. Immer am Mittwoch ist der Zugang in die Sammlung für alle kostenlos. Sonderausstellungen, die jeweils besonders viel Publikum anziehen, kosten aber trotzdem.
Die meisten Parteien im Gemeinderat forderten nun eine weitere Gegenleistung für die gewährten Subventionen. Zusätzlich zum «Gratis-Mittwoch» für alle soll das gesamte Kunsthaus künftig an vier Tagen pro Jahr kostenlos werden, inklusive Sonderausstellungen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Besucherinnen und Besucher im Kanton Zürich wohnen.
«Die Bevölkerung soll auch etwas davon haben, wenn wir mehr bezahlen» sagte Urs Riklin (Grüne). Für ihn klang das zu sehr nach dem «Prinzip Giesskanne». Yasmine Bourgeois (FDP) wies darauf hin, dass letztlich wieder der Steuerzahler für die Mindereinnahmen aufkommen müsse. Der Antrag kam mit 63 zu 53 Stimmen durch.
Mitreden nach 2033
Der Gemeinderat entschied auch, dass die zusätzlichen Subventionen für die Kunstgesellschaft nur befristet sprudeln. Diese vier Millionen Franken sollen gemäss Kommissionsmehrheit nur bis Ende 2033 ausgezahlt werden.
Danach soll der Gemeinderat entscheiden, ob die Gelder weiter fliessen oder nicht. Nicht befristet werden jährlich drei Millionen Franken für die Stiftung Zürcher Kunsthaus. Diese ist die Eigentümerin der Gebäude und für deren Unterhalt zuständig.