Zürcher Stadtrat will auch den Prämien-Zustupf kürzen können
Der Zürcher Stadtrat reagiert erneut auf die weniger rosigen Finanzen: Der Zustupf für die Krankenkassenprämien soll zwar – wie vom Volk beschlossen – ausgezahlt werden. Allerdings nur, wenn es der Stadt finanziell gut geht. Nachfolgend die wichtigsten Punkte:
Wieso gibt es für die Prämien einen Zustupf?
Die Krankenkassenprämien sind mittlerweile auch für Menschen mit mittlerem Einkommen eine grosse Belastung. In der Stadt Zürich werden sie im kommenden Jahr voraussichtlich um weitere fünf Prozent steigen. Bereits im November 2025 sagten die Stimmberechtigten deshalb Ja zur «Prämienentlastungs-Initiative» der SP.
Wie soll der Zuschuss genau aussehen?
Die Stadt Zürich will pro Kopf und Jahr bis zu 1200 Franken Zuschuss auszahlen, um die privaten Haushalte etwas zu entlasten. Die Höhe hängt dabei von der durchschnittlichen Prämiendifferenz im Kanton ab. Beispiel: Eine Stadtzürcherin mit der tiefsten Franchise zahlt im laufenden Jahr 7680 Franken Prämie. In Birmensdorf sind es jedoch nur 6528 Franken. Die Stadt wird die Differenz übernehmen, also 1152 Franken. Die Höhe hängt dabei auch von der Franchise ab.
Wer hat Anspruch?
Anspruch haben erwachsene Personen mit Wohnsitz in Zürich, die bereits Anspruch auf individuelle Prämienverbilligung haben und keine anderen Leistungen wie Sozialhilfe oder Ergänzungsleistungen beziehen. Der Stadtrat schätzt deren Zahl auf 90'000. Das entspricht 20 Prozent der Bevölkerung. Die effektive Zahl hängt dann aber davon ab, wie viele ein Gesuch einreichen.