Der «Neujahrsbote» unterhält mit Dorfgeschichten aus Glarus Süd
Sie schreiben in der Gegenwart über die Vergangenheit, für ein Buch, das auch in Zukunft als Nachschlagewerk noch Bestand hat. Die rund 20 Chronistinnen und Chronisten des «Neujahrsboten von Glarus Süd», die sich einmal pro Jahr zum gemütlichen Stelldichein und Festschmaus treffen. Wie am vergangenen Freitag zu Cordon bleu und Gemüse, standesgemäss im geschichtsträchtigen Hotel «Tödi».
Wenn sie nicht gerade gemütlich beisammensitzen, sammeln die Chronistinnen und Chronisten des Neujahrsboten aus ihrem Dorf Schönes (Geburten) und weniger Schönes (Todesfälle). Für die Nachwelt aufgeschrieben wird alles, was das Jahr hindurch in ihrem Umfeld so passiert ist. Wobei in der Berichterstattung auch das Dorf- und Vereinsleben nicht zu kurz kommt.
Hinzu kommen grössere Geschichten, wahre Highlights, die in irgendeiner Form mit dem Glarner Hinterland etwas zu tun haben. «Wie etwa der Bericht über die in den 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts geplante Kistenpassstrasse», erklärt Thomas Spälti, Stiftungsrat des «Neujahrsboten». «Die Route hätte von Linthal hoch zur Baumgartenalp, weiter durch die Limmernebene und dann durch einen Tunnel ins bündnerische Brigels geführt.»