Zimmer-Biomet-Lehrabschlüsse in Winterthur sollen gesichert sein
Laut dem Regierungsrat sollen dutzende Lernende des US-Medizinaltechnikunternehmens Zimmer Biomet ihre Ausbildung abschliessen können. Am Standort Winterthur hat die Firma kürzlich den Abbau von bis zu 580 Stellen bekanntgegeben.
Fast 60 Lernende absolvieren bei Zimmer Biomet eine Ausbildung, wie aus der Antwort des Regierungsrats auf eine dringliche Anfrage aus dem Parlament hervorgeht. «Es darf davon ausgegangen werden, dass diese Lernenden ihre Ausbildung auch dort abschliessen können», heisst es weiter. Ein definitiver Entscheid sei aber noch ausstehend.
Die Lernenden beginnen ihre Ausbildung jeweils im Ausbildungszentrum Winterthur (AZW). Nach zwei Jahren wechseln sie in den Betrieb. Weitere 38 Lernende am AZW hätten zu Zimmer Biomet gehen sollen. Das sei nun noch offen, schreibt der Regierungsrat. Der Abschluss beim AZW gelte aber als gesichert, zusammen mit Zimmer Biomet und weiteren Träger- und Partnerunternehmen stelle das AZW sicher, dass alle ihre Ausbildung abschliessen können.
Schwieriges Umfeld
Kann der Regierungsrat bei den Lernenden noch Positives berichten, sind die Antworten auf weitere Fragen eher ernüchternd. Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP) sei zwar im Kontakt mit der Unternehmensleitung. Doch auf die Frage, ob sich die Regierung für den Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze einsetzen könne, heisst es nur, dass das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum für die Arbeitnehmenden bereit stehe. In das Konsultationsverfahren kann der Kanton nicht eingreifen.
Das wirtschaftliche Umfeld sei schwierig in der Industrie, heisst es in der Antwort weiter. Bei der Medizinaltechnik stagniere die Anzahl der Arbeitsplätze seit 2023. Unternehmen planten vermehrt Investitionen im Ausland. Der Kanton Zürich biete «grundsätzlich gute Rahmenbedingungen für Unternehmen». Für produzierende Unternehmen würden die hohen Standortkosten, der Fachkräftemangel, regulatorische Anforderungen sowie die angespannte Verfügbarkeit von Industrie- und Gewerbeflächen aber zentrale Herausforderungen darstellen.