Ziel erreicht, Selbstvertrauen getankt
Die Schweizerinnen dürfen weiter von der WM in Brasilien träumen. Trotz gewisser Defizite geben sie sich nach zwei Siegen gegen Israel mit Blick auf das anstehende Duell mit Österreich optimistisch.
Ob sie viel an die WM denke, wird Leila Wandeler nach dem Sieg in der 1. Playoff-Runde gegen Israel gefragt. «Ja, sicher», antwortet sie lachend. Den Einzug in die nächste Playoff-Runde feiern, in der sich die Schweiz gegen Österreich die WM-Qualifikation sichern könnte, will sie jedoch noch nicht zu sehr. «Wir feiern dann, wenn wir an die WM gehen», so die 20-Jährige.
Der Weg an die Weltmeisterschaft in Brasilien 2027 ist auch nach dem Überstehen der 1. Runde noch weit. In Runde 2 der Playoffs – mit dem Heimspiel am 1. Dezember zuhause und dem Rückspiel vier Tage später auswärts – wartet Österreich. Selbst im Erfolgsfall gegen den in der Weltrangliste vor der Schweiz klassierten Nachbarn hätte man das WM-Ticket wahrscheinlich noch nicht auf sicher.
Denn geht man nach der Papierform, wäre das Team von Rafel Navarro der am schlechtesten platzierte europäische Playoff-Sieger – und dieser muss Ende Februar im interkontinentalen Playoff noch eine weitere Partie gewinnen. Um diese Extrarunde zu umgehen, wären die Schweizerinnen in der zweiten Playoff-Runde in gut sechs Wochen auf die Schützenhilfe von Aussenseiter-Nationen wie Finnland (gegen Italien), Portugal (gegen Island) oder auch Wales (gegen Norwegen) und Schottland (gegen Schweden) angewiesen.
Konnte die Nati Selbstvertrauen tanken?
Mit Österreich trifft die Nati erstmals in diesem Jahr auf einen Gegner, der auf dem Papier (leicht) besser ist. Und während die Equipe um Captain Lia Wälti im Rückspiel gegen Israel zwar endlich wieder einmal die Null gehalten und im Hinspiel sieben Tore geschossen hat, hallen auch die Defizite nach.