Zum Hauptinhalt springen
Schweiz & Welt

Viele verschiedene Stile und Instruktoren

Davoser Zeitung
15.08.2023, 16:46 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

Wann wurde Yoga für dich zum Lebensthema?

Mein Yoga-Weg begann 2008. Nach ein paar Lektionen merkte ich, dass sich meine körperlichen Beschwerden linderten. Der Hauptgrund, weshalb ich mich für eine Yogalehrerausbildung entschied, war, meine eigene Gesundheit zu verbessern. Dass Yoga so wichtig in meinem Leben werden würde, hätte ich nie gedacht. Das Unterrichten war auch nicht mein Ziel, es hat sich von alleine ergeben. Seit der Yoga-Grundausbildung habe ich mein Wissen rund ums Thema, vor allem auch in Bezug auf die Philosophie, vertieft. Es ist mir bewusst geworden, dass Yoga ein Lebensstil ist. Es geht nicht nur um Körperhaltungen, Atemübungen und/oder Meditationen. Es ist viel mehr die Art und Weise, wie man durchs Leben geht, sich verhält, grundsätzlich Dinge hinterfragt, sich den ethischen Grundregeln bewusster wird, Dankbarkeit spürt und vieles mehr.

Wieso sollen Yogis und Yoginis unbedingt ans Festival kommen?

Mitten in den Bergen, traumhafte Aussichten, frische Luft, Entschleunigung in der Natur, Yoga, Meditation, Singen, ­Tanzen. Was wünscht man sich mehr? Es gibt ein grossartiges Yoga-Angebot sowohl für Anfänger als auch für Fort­geschrittene. Die Vielfalt ist gross, sowohl tagsüber als auch abends.

Was ist für dich an einem Yoga Festival generell speziell?

Ein Yogafestival muss einen guten Standort haben und ein attraktives, abwechslungsreiches Programm bieten, an dem professionelle Lehrende teilnehmen.

Wenn du dir die Zukunft von Yoga vorstellst, was siehst du?

Ich denke, dass es wahrscheinlich weiterhin Fortschritte in der Erforschung der Wissenschaft des Yoga geben wird, um die Auswirkungen auf Körper und Geist besser zu verstehen und zu dokumentieren. Yoga wird einen integrativen Ansatz entwickeln, um die Lebensqualität vieler Menschen zu verbessern. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Zukunft von ­Yoga eine verstärkte Inklusion von trauma-sensiblen Ansätzen und somatischen ­Bewegungen umfassen und so eine wertvolle Unterstützung für Menschen mit Trauma und anderen psychischen Be­lastungen wird. Es ermöglicht ihnen, achtsam mit ihren Körpern umzugehen und eine heilsame Verbindung herzustellen.

Wie passen für dich Yoga und die Berge zusammen?

Sie passen super gut zusammen. Yoga ist Einheit. Einheit von Körper und Geist aber auch unserem natürlichen Umfeld. Wir sind stark mit der Natur verbunden, auch wenn wir dies manchmal nicht wahrhaben wollen. Unser Körper und Geist reagieren stark auf Veränderungen in der Natur. Berge haben für mich was Magisches. In vielen Traditionen werden Berge als heilig betrachtet und als Wohnorte von Gottheiten angesehen. Daher finde ich passen Yoga und die Berge gut zusammen.

Worauf freust du dich besonders?

Ich freue mich einfach, dass ich in meinem Wohnort, da wo ich aufgewachsen bin ein Yoga Festival stattfindet und ich Teil des Festivals sein darf.

Wann und weshalb hat dein Yoga-Weg begonnen?

Ich bin in einer Brahmanen-Familie aufgewachsen und habe seit meiner Kindheit den Weg des Yoga beschritten, denn Yoga ist der Weg des Sanatan Dharma (heute auch als Hinduismus bekannt) aus Indien. Yoga bedeutet einen ausgezeichneten Lebensstil. Unter Yoga, wie es wirklich verstanden wird, versteht man einen hohen Standard ethischen Lebens in allen Aspekten und Dimensionen: Der Körper ist die niedrigste Ebene und das Bewusstsein die höchste Ebene. Das ultimative Ziel des Yoga ist es, zu verstehen, dass wir nicht der Körper sind, und zu verstehen, wer wir wirklich sind. Geleitet von all diesen Konzepten war mein Leben das eines Yoga-Weges, auf dem wir mit all diesen spirituellen und praktischen Aspekten des Lebens aufgewachsen sind, um letztlich zu entdecken, wer wir wirklich sind. Hinzu kommt, dass wir in unserer Tradition einen spirituellen Meister oder Guru haben, der ein Weiser ist, der uns auf dem Weg führt, und mit Osho und Gurudev, meinen spirituellen Meistern, war dies sehr wichtig in meinem Leben.

Worauf freust du dich besonders am ersten Yoga Festival Davos?

Ich freue mich, Mantra und Musik aus Indien zu präsentieren und gleichzeitig ein Repräsentant Indiens zu sein, des Landes, das Yoga, Mantra, Ayurveda, Tantra, Yantra, die vedischen Wissenschaften und so viele andere wertvolle Disziplinen hervorgebracht hat, die immer noch so lebendig sind wie vor Tausenden von Jahren. Ich möchte dies den Menschen, die sich für diese Pfade interessieren, mit Authentizität und Ehrlichkeit nahebringen, und mit grösstem Respekt vor diesem heiligen Land, das so viele erleuchtete Wesen hervorgebracht hat, und all den erstaunlichen Geschenken, die Indien der Welt gemacht hat

Wieso sollen Yogis und Yoginis unbedingt ans Festival kommen?

Zunächst einmal ist ein Yoga-Praktizierender kein Yogi oder Yogini. Er oder sie ist ein Yoga Sadhak, denn Yoga ist ein Sadhana. Ein Yogi (ni) ist ein Name, der nur einem Weisen gegeben wird, einem, der die Wahrheit entdeckt hat, ansonsten nennen wir uns in Indien nicht Yogi, denn ein Yogi ist kein Asana-Praktizierender. Deshalb möchte ich uns alle hier als ­«Yogaschüler und -praktizierende» bezeichnen. Ich sehe, dass die Menschen in der Schweiz sehr an Yoga und anderen Wissenschaften aus Indien interessiert sind, deshalb ist es grossartig, dass das Yoga Festival Davos diesen offenen Raum für alle bietet, um sich dieser Disziplin zu nähern und die verschiedenen Aspekte des Yogaweges zu erfahren (mit deepl.com aus dem Englischen übersetzt).

Wann und weshalb hat dein Yoga-Weg begonnen?

Ich bin vor 27 Jahren in die erste Yogastunde gestolpert. Als ich etwas später die Welt des Atems betrat, öffnete sich für mich das Universum. Diese Praxis berührte sofort mein Herz und lässt mich bis heute dafür brennen. Sobald du deinen Atem im Alltag integrierst, verändert sich dein Leben. Alles wird fliessender und entspannter. Der Ausstieg aus dem Stresskreislauf wird möglich. Mit dem Atem bist du immer mit dir verbunden. Der Atem ist der Schlüssel für Gesundheit und Wohlbefinden.

Wie sieht deine Yogapraxis aus?

Meine tägliche Praxis sieht so aus, dass ich unzählige Male am Tag meinen Atem beobachte. Dieser ist der Spiegel für alles, was in dem Moment in meinem Leben ist. Dadurch gelingt es mir, bei mir zu bleiben und die Wellen des Lebens zu surfen. Natürlich mache ich regelmässig meine Körperübungen, um fit und beweglich zu bleiben. Aber diese lasse ich manchmal auch aus, weil ich keine Zeit habe oder zu faul dafür bin. Dies passiert mir niemals mit dem Atembewusstsein.

Wie hat Yoga dir dabei geholfen, auf den Wellen des Lebens zu surfen?

Yoga hilft mir immer wieder im Hier und jetzt zu sein. Gerade in Situationen, wo ich mich überfordert fühle oder glaube, all die Aufgaben, die ich zu erledigen ­habe, nicht schaffen zu können, hilft mir Yoga, alles wieder ein wenig gelassener zu sehen und einfach Schritt für Schritt vorwärts zu gehen. Dank den bewussten achtsamen Bewegungen und Atemübungen, der Meditation konzentriere ich mich auf die Wahrnehmung in meinem Körper und bin dadurch einfach im jetzt. Dies verhilft mir zu erden und das Vertrauen in mich (meist) zurückzuge­winnen. Dank Yoga habe ich schliesslich gelernt, meine Energie besser einzuschätzen und mir auch einmal bewusst Phasen der Ruhe und Entspannung zu gönnen, was mir als sehr aktive Person nicht immer leichtfällt.

Wie wichtig sind Modifikationen?

Ich unterrichte sehr heterogene Klassen unterschiedlichen Alters, mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten. Dies kann eine Herausforderung sein, bietet aber auch die Möglichkeit, dank Modifikation den Unterricht abwechslungsreich und interessant zu gestalten. Mir ist es ein grosses Anliegen, dass Teilnehmende die Option wählen, die für sie gerade passt, unabhängig davon, was auf der Matte nebenan passiert. Aus diesem Grund versuche ich auch ­immer wieder, darauf hinzuweisen, dass jeder einzigartig ist, die Natur ihn perfekt erschaffen hat. Doch Selbstakzeptanz und Selbstliebe ist für viele (mich eingeschlossen) nicht immer einfach.

Wie passen für dich Yoga und Berge zusammen?

Die Stille, die wir in der Bergwelt erfahren können, erleichtert es uns, den Fokus nach innen zu richten, in die eigene Stille zu kommen und den Geist zu beruhigen. Dies ist auch ein Ziel des Yogas. Dadurch können wir unsere innere Balance wiederfinden und unsere Batterien mit neuer Energie aufladen.

Als Naturliebhaber verbringe ich so viel Zeit als möglich in der Natur und ­offeriere auch regelmässig Yoga im Freien.

Wieso sollen Yogis und Yoginis unbedingt nach Davos ans Yoga Festival kommen?

Davos bietet mit seiner wunderschönen Landschaft, seiner Bergkulisse eine ideale Atmosphäre, um vom Alltag Abstand zu gewinnen und seine eigene Balance zu finden. Im Rahmen des Yoga Festivals möchte ich gerne eine Yoga-Praxis mit einer kleinen Wanderung anbieten, um von dieser einmaligen Bergkulisse profitieren zu können.

Weitere Informationen unter www.yogafestivaldavos.ch 

Mehr zum Thema: Davos, Wirtschaft
Viele verschiedene Stile und Instruktoren | Südostschweiz