Wohnungen in St. Moritz sind teurer als in Zürich
In St. Moritz muss für eine Familienwohnung (ab 4,5 Zimmer) im Schnitt 3590 Franken pro Monat bezahlt werden. Zum Vergleich: In Zürich kostet eine vergleichbare Wohnung laut einer Studie des Internetvergleichdiensts Comparis 3320 Franken.
Für Einheimische und Arbeitnehmer sei es in der Jetset-Feriendestination teils unmöglich, zahlbaren Wohnraum zu finden, schrieb Comparis in der Mitteilung vom Dienstag.
Dabei seien in St. Moritz rund 200 Wohnungen unbewohnt und der Anteil leer stehender Wohnungen mache vier Prozent aus, so Comparis weiter. Offenbar lassen Vermieter Wohnungen lieber ungenutzt, als die Mieten zu senken.
St. Moritz zieht zahlungskräftiges Publikum an
Ein preisstützender Faktor ist laut Comparis-Finanzexperte Frédéric Papp die international bekannte Marke St. Moritz. Sie zieht zahlungskräftiges Publikum an. «Leidtragende dieser Entwicklung sind Ortsansässige, die kein Wohneigentum besitzen und Personen, die sich der Arbeit wegen dauerhaft in St. Moritz niederlassen wollen», bemängelt Papp.
In der Folge sank die Bevölkerungszahl binnen 40 Jahren um rund 1000 Personen auf aktuell gut 5000. Sie suchen sich laut dem Comparis-Experten eine günstigere Bleibe in angrenzenden Nachbargemeinden.
Klosters: Alt und günstig
In Klosters liegen die Wohnungsmieten für 1 bis 2,5 Zimmer mit 860 Franken 21 Prozent unter dem kantonalen Zentralwert. «Die Preisdifferenz ist auf ein Überangebot zurückzuführen, entstanden durch Neubauten in den vergangenen Jahren. Weiter existieren einige Wohnungen aus den 1970er- und 1980er-Jahren, die dem heutigen Ausbaustandard nicht entsprechen, leer stehen oder günstig an Saisonniers vermietet werden», weiss Papp.