Die Alternativen zur Gas- und Ölheizung
von Renato Faoro, eidg. Dipl. Betriebswirtschafter HF und Mitglied des Kaders bei Remax Gricon Treuhand + Immobilien AG
Noch immer werden in der Schweiz fast 60 Prozent aller Wohngebäude mit Heizöl oder Gas beheizt, dies zeigen Daten des Bundesamtes für Statistik. Eine Zahl, die über die nächsten Jahre und Jahrzehnte sinken wird – und auch muss. Denn die Regulatorien verschärfen sich immer mehr, im Kanton Zürich etwa müssen Öl- und Gasheizungen am Ende ihrer Lebensdauer durch klimaneutrale Heizungen ersetzt werden. Gleichzeitig lohnen sich alternative Heizformen immer mehr, etwa durch Fördergelder oder auch aufgrund tieferer Betriebskosten.
Doch welches neue Heizsystem soll es sein? Im Folgenden die gängigsten Alternativen zur fossilen Wärmeerzeugung:
Langfristige Einsparung mit Wärmepumpen
Wärmepumpen beziehen ihre Energie aus der Luft, dem Boden oder dem Wasser und geben diese dann dem Haus ab. Um die Pumpe zu betreiben, wird Strom eingesetzt, mit welchem ungefähr die drei bis fünf-fache Menge an Wärmeenergie gewonnen wird. Wärmepumpen weisen hohe (einmalige) Investitionskosten aus, sind dann aber während dem Betrieb günstig und halten in der Regel mindestens 20 Jahre. Wer bei einem Einfamilienhaus die alte Ölheizung mit einer Luft-Wärmepumpe ersetzen will, muss mit Investitionskosten von ungefähr 40‘000 Franken rechnen, darin enthalten sind der Rückbau der Ölheizung und mögliche leichte bauliche Anpassungen. Bei Erdsonden sind es durch die Tiefenbohrung nochmals bis zu 20‘000 Franken mehr.