WM-Leader Antonelli siegt auch in Miami
Teenager Kimi Antonelli setzt im Mercedes seine Siegesserie in der Formel 1 unbeirrt fort. In Miami hält der 19-jährige Italiener auch Weltmeister Lando Norris im wiedererstarkten McLaren in Schach.
Das drohende Unwetter hatte im Sunshine State im Vorfeld für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. Doch die Organisatoren reagierten frühzeitig und zogen den Rennstart um drei Stunden vor. Am Ende war das Wetter kein Faktor, der Regen blieb aus.
Dafür erlebte die Formel 1 bei ihrer Rückkehr nach der fünfwöchigen Pause infolge des Iran-Kriegs die nächste Sternstunde des jüngsten Fahrers im Feld: Kimi Antonelli feierte im vierten Grand Prix der Saison seinen dritten Sieg, den dritten in Folge, und stellte damit seine Ambitionen erneut eindrucksvoll unter Beweis.
«Für mich war das heute das beste Rennen, das er bisher gefahren ist», meinte Mercedes-Sportchef Toto Wolff und fügte an, dass das Auto von den Upgrades her nicht auf dem Stand von McLaren gewesen sei.
Startprobleme halten an
Einziger Makel bleibt der Start. Zum dritten Mal hintereinander aus der Pole-Position losgefahren, wurde Antonelli auf den ersten Metern von Charles Leclerc im Ferrari von der Spitze verdrängt. Später führten auch Norris, Piastri und Verstappen das Rennen zwischenzeitlich an. Nach Rennhälfte jedoch konnte nur noch Norris, der Sieger des Sprints am Vortag, mit Antonelli mithalten. Doch der jüngste WM-Führende der Formel-1-Geschichte behielt die Nerven.
«Das ist nur der Anfang, es ist noch ein weiter Weg», sagte der verblüffende Teenager. «Aber wir arbeiten sehr hart. Ich werde das jetzt geniessen und dann weitermachen. In drei Wochen geht es schon nach Kanada.»
Als Schlüssel zum Erfolg erwies sich Antonellis einziger Reifenwechsel, den er zwei Runden vor Norris vollzog. Damit schaffte es der WM-Leader am Weltmeister vorbei. In den verbleibenden 35 Runden bis ins Ziel hielt er dem Druck von Norris stand. Dieser versuchte vergeblich, näher an Antonelli heranzukommen und schaffte es nicht mehr, nochmals einen Angriff auf den Italiener zu lancieren. Im Ziel trennten die beiden gut drei Sekunden.