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Schweiz und Welt

«Wir würden bestimmt eine Ausnahmebewilligung erhalten»

Südostschweiz
19.03.2020, 17:36 Uhr
heute um 11:31 Uhr

«Wir versuchen einfach, unseren Job zu machen», sagt der Hamilton-CEO Andreas Wieland. Jedes vierte Beatmungsgerät weltweit stammt von seinem Unternehmen. Und auch die Coronatests werden teilweise mit Robotern der Hamilton AG durchgeführt.

Herr Wieland, Ihnen könnte eine Schlüsselrolle in der Coronakrise zukommen. Wie begegnen Sie dieser Verantwortung?

Wir wissen, dass wir mit unseren Produkten Leben retten können und dass wir möglichst viel produzieren müssen. Das ist jetzt einfach eine Situation, die es zu meistern gilt.

Wie gelingt das dem Unternehmen zur Zeit?

Bis jetzt ist es uns sehr gut gelungen, die Produktion hochzufahren, die Infrastruktur entsprechend aufzubauen und trotzdem alle benötigten Teile geliefert zu bekommen. Wir konnten die Produktion massiv steigern, Grössenordnung rund 50 Prozent über der Leistung des letzten Jahres.

Wirtschaftlich also auch ein Glücksfall für Sie. Wie lange können Sie die hohe Nachfrage des Marktes noch decken?

Wir können unsere Produktion bis Mai auf diesem Niveau weiterfahren. Wichtig ist es einfach, dass wir die Teile aus allen möglichen Ländern kriegen. Erst in solchen Krisen merkt man eigentlich, was Globalisierung bedeutet. Nur dank der Schweizer Botschaft ist es uns trotz Shutdowns verschiedener Länder gelungen, an unsere Teile zu kommen.

Was, wenn der Bund eine Ausgangssperre verhängen würde: Könnten Sie weiter produzieren?

Wir würden bestimmt eine Ausnahmebewilligung erhalten. Dafür würden wir kämpfen. Unsere Beatmungsgeräte werden gebraucht, um schwerkranke Menschen zu behandeln. Und unsere Roboter braucht es für die Coronavirus-Tests.