«Wir winden unseren Fahrgästen ein Kränzchen»
Wer in der Schweiz im öffentlichen Verkehr unterwegs ist, hat seit Montag eine Maske zu tragen. Wer keine Maske trägt, wird vom Personal darauf hingewiesen. Im Vorfeld sorgte diese Handhabung auch in den sozialen Medien für Gesprächsstoff.
Guten Morgen, und, für welche Maske entscheidest du dich heute? ð·
— Urs Brönnimann (@knallfrog) July 6, 2020
Grüsse gehen raus an alle ÃV Mitarbeitenden, welche die undankbare Aufgabe haben die Maskenpflicht durchzusetzen und in den nächsten Tagen sicher viele "lustige" Gespräche führen dürfen.
Wir haben bei verschiedenen Transportunternehmen nachgefragt, welches Fazit sie nach dem ersten Tag der Maskentragpflicht ziehen:
Rhätische Bahn RhB:
«Die Leuten hielten sich sehr diszipliniert an die neue Vorschrift und unsere Zugbegleiter mussten nur vereinzelt Fahrgäste auf die Maskentragpflicht hinweisen und es wurde in praktisch allen Fällen Folge geleistet», sagt Yvonne Dünser, Mediensprecherin der RhB.
Chur Bus
«Wir ziehen ein sehr positives Fazit. Wir sind erfreut, wie gut sich die Fahrgäste den neuen Umständen angepasst haben. Einzig im Engadin waren vereinzelt Fahrgäste verwundert, weshalb der Buschauffeur keine Maske getragen hat. Dort mussten wir informieren, dass die Branche vorgegeben hat, dass es für den Fahrer keine Maskentragpflicht gibt, dafür die erste Sitzreihe abgesperrt werden muss, damit der Mindestabstand eingehalten werden kann», sagt Unternehmensleiter Ralf Kollegger von der Bus und Service AG.
Kollegger weist darauf hin, dass der Fahrer eine Maske anzieht, wenn der Mindestabstand (beispielsweise beim Billetverkauf) nicht mehr gegeben ist. Nach wie vor sollen Fahrgäste wenn immer möglich, Tickets im Vornherein online lösen, empfiehlt Kollegger.