«Wir haben wirklich Grund zu feiern»
Nach der Schulzeit in Klosters machte Marco Hobi eine Lehre als Sanitärinstallateur. Anschliessend absolvierte er die Rekrutenschule als Motorfahrer. Im Züribiet schloss er schliesslich noch eine Zusatzlehre als Heizungsmonteur ab; Schweissarbeiten mit Metall faszinierten ihn immer mehr.
Doch dann ging es erst einmal in die Ferne: Mit Rucksack und zwei Kollegen trampte Marco rund neun Monate rund um die Welt: «Ich bin mit viel Erlebtem aber wenig Rappen zurückgekommen», erinnert er sich.
Handwerk hat einen goldenen Boden
Sein Bruder Hampi bot ihm dann, gerade zur rechten Zeit, einen Job in seiner Kunstschlosserei an. Seit bald 30 Jahren arbeiten die beiden zusammen, Marco ist inzwischen schon lange Mitinhaber. Die Firma ist gewachsen und hat zwei Mal aus Platzgründen den Standort gewechselt; jetzt ist sie in Küblis ansässig. Das habe den Vorteil, dass auch vermehrt Aufträge aus dem Tal hereinkämen, sagt Marco Hobi, «aber wir sind immer noch hundertprozentig Klosterser!»
Marco Hobi ist Handwerker mit Leib und Seele, er sagt: «Handwerk hat wirklich einen goldenen Boden, danach lebe ich. Als Handwerker im ‹Übergwändli› hat man immer gute Chancen. Und wir geben dies weiter und bilden immer wieder Lehrlinge aus.» Er bedauert und kann es fast nicht verstehen, dass das Handwerk heutzutage nicht mehr geschätzt wird: «Denn gute Handwerker wird es immer brauchen.»
Auch Wohnraum für ältere Menschen
Wie für viele andere Gemeinderäte ist auch für Hobi momentan das Thema «Wohnraum für Einheimische» sehr weit oben auf der Pendenzenliste. «Ich bin der Meinung, dass nicht jeder ein Einfamilienhaus bauen kann. Man kann aber doch auch etwas anderes versuchen, mit Wohnbau-Genossenschaften, wie das in den Städten praktiziert wird», ist er überzeugt. «Aber es braucht ja nicht nur Wohnraum für Familien: Auch ältere Menschen, die finanziell schwächer sind, sollten hierbleiben können. Im Alter ziehen sie eine kleine Wohnung ihrem grossen Haus vor und könnten dann dieses Jüngeren zur Verfügung stellen.