«Wir appellieren an den gegenseitigen Respekt»
Während einige Barbetreiber im Kanton aus diversen Gründen vorerst auf eine Eröffnung verzichten, gibt es ab heute im Volksgarten in Glarus wieder die Möglichkeit auf einen Morgenkaffee oder ein Feierabendbier. Eine Woche später als ursprünglich geplant öffnet die «Rollbar» von Betreiber Fabian Noser. «Das ist okay und kommt uns zeitlich gerade recht», sagt der Geschäftsführer der Gastrowärchstatt.
Vieles bleibt bei der «Rollbar» in der dritten Saison im Volksgarten beim Alten, einiges wird aufgrund der speziellen Situation neu. «Am System wollen wir jedoch nicht viel ändern, damit für alle Involvierten wenig Verwirrung entsteht», hält Noser fest. «Die Gäste kennen uns, und wir wollen die Normalität wahren. Zumindest den Anschein machen», sagt er und lacht.
Weiterhin Selbstbedienung
Das bedeutet: Es herrscht weiterhin Selbstbedienung, und das Angebot kommt im gewohnten Umfang daher. «Wir haben geprüft, ob wir servieren wollen und es damit allenfalls speditiver vonstattengeht. Wir sind aber zum Schluss gekommen, dass das Konzept bestehen bleibt und wir dadurch keine grösseren Einbussen befürchten müssen», so Noser. Der 30-Jährige ergänzt: «Punkto Dauer der Bestellung dürfte es genau gleich lange dauern wie mit der Selbstbedienung.»
Letztlich sei es auch eine finanzielle Angelegenheit, verrät der Unternehmer. «Ich müsste mehr Personal einstellen, was auch mehr Platz benötigen würde, auf Kosten von Sitzplätzen», so Noser.
Selbstverständlich kann der Betrieb nur unter dem Schutzkonzept des Bundes aufgenommen werden. «Die Gastrobranche hat dieses Konzept ausgearbeitet, danach richten wir uns», sagt Fabian Noser. Für einen reibungsloseren Bestellvorgang hat es am Boden Markierungen, überall die Möglichkeit, sich die Hände zu desinfizieren und Aushänge mit den Hygieneempfehlungen.
Keine Angst, aber Respekt
Pro Tisch dürfen laut Noser nur vier Gäste aus derselben Gruppe Platz nehmen, und der Abstand zwischen den Tischen wurde erweitert. «Wir haben nur eine gewisse Fläche zur Verfügung, daher wird es weniger Sitzmöglichkeiten als in den Vorjahren haben.»