Winterthurer Busfahrer drohen mit Streik am Dienstagmorgen
Bei Stadtbus Winterthur ist für Dienstagmorgen ein Warnstreik angekündigt. Die Gewerkschaft VPOD begründet ihn mit aus ihrer Sicht unzumutbaren Arbeitsbedingungen, die Stadt hält die Arbeitsniederlegung für nicht gerechtfertigt.
In Winterthur ist für Dienstagmorgen ein Warnstreik bei den Stadtbussen angekündigt. Von 4.30 Uhr bis voraussichtlich 8.30 Uhr sollen keine Busse verkehren, teilte die Gewerkschaft VPOD Winterthur am Montag mit. Hintergrund sei ein seit längerem schwelender Konflikt um die Arbeitsbedingungen des Fahrpersonals.
Die Stadt Winterthur bedauert den angekündigten Warnstreik. Die genauen Auswirkungen auf den Fahrbetrieb seien noch nicht absehbar, hiess es in einer Mitteilung. Über Einschränkungen werde in den Online-Fahrplan-Apps sowie auf Bildschirmen in den Fahrzeugen und an den Haltestellen informiert.
VPOD kritisiert Dienstplanung und Zulagen
Der VPOD erhebt mehrere Vorwürfe. So würden Angestellten sogenannte Springertage in den Dienstplan eingetragen; ob an diesen Tagen tatsächlich gearbeitet werden müsse, erfahre das Personal erst am Vortag. Komme es zu keinem Einsatz, gehe Arbeitszeit verloren, die als Minussaldo ins Zeitkonto einfliesse.
Zudem bemängelt die Gewerkschaft die Entschädigung für Nacht- und Sonntagsarbeit. Das Personalstatut der Stadt sehe Zuschläge ab 20 Uhr vor, bei Stadtbus würden diese gemäss VPOD jedoch erst ab 22 Uhr ausgerichtet. Der VPOD spricht von weiteren Mängeln in der Dienstplanung bis hin zu möglichen Gesetzesverstössen. Ausserdem müssten sich Busfahrerinnen und Busfahrer an Schäden beteiligen, ohne dass dafür eine rechtliche Grundlage bestehe.
Stadtbus hält Streik für nicht gerechtfertigt