Winterthurer Busfahrer drohen mit ganztägigem Streik
Die Angestellten von Stadtbus Winterthur sind im Streikmodus: Um bessere Arbeitsbedingungen zu erreichen, haben die Chauffeure am Dienstag für vier Stunden die Arbeit niedergelegt. Weil dies nichts brachte, drohen sie nun mit einem ganztägigen Streik.
Statt 64 Busse waren am Dienstagmorgen nur 21 Busse im Einsatz. Die Hauptlinien konnten bedient werden, wenn auch mit Wartezeiten. Viele Verbindungen fielen aber komplett aus. Die Passagiere mussten mit dem Velo oder zu Fuss zur Arbeit oder an den Hauptbahnhof.
Hintergrund des Streiks ist ein seit längerem schwelender Konflikt um die Arbeitsbedingungen fürs Fahrpersonal. Die Gewerkschaft VPOD kritisiert kurzfristig angekündigte «Springertage», mögliche Minusstunden, zu tiefe Nachtzuschläge sowie Mängel in der Dienstplanung. Zudem müssten sich Angestellte an Schäden beteiligen.
«Unhaltbare Arbeitsbedingungen»
«Wir Busfahrer haben in den letzten Jahren unhaltbare Arbeitsbedingungen ausgehalten, um den Nahverkehr in dieser Stadt zu sichern. Jetzt ist der Punkt erreicht, an dem es so nicht weitergeht. Der Stadtrat lässt uns keine andere Wahl, als in den Streik zu treten», so ein anonymer Mitarbeiter.
Die vier Stunden dauernde Aktion zeigte jedoch keinen Erfolg: Gewerkschafter diskutierten beim Busdepot lange mit dem zuständigen Stadtrat Stefan Fritschi (FDP) – um dann ergebnislos auseinanderzugehen. Weitere Gespräche sollen aber folgen.
Frist bis Mittwoch nächster Woche
Das erste von wohl mehreren Gesprächen ist nun für Donnerstag angesetzt. Falls bis Mittwoch nächster Woche keine Einigung erzielt wird, droht das Personal aber mit einem ganztägigen Streik. Wann dieser stattfinden soll, ist noch offen.