Wer wird zum Helden in der Finalissima?
Mit Davos und Fribourg-Gottéron stehen sich im alles entscheidenden Finalspiel um den Meistertitel die beiden schon während der ganzen Saison besten Teams gegenüber. Der Heimvorteil spricht für Davos.
Manche hatten im Halbfinal zwischen Davos und dem zweifachen Titelverteidiger ZSC Lions von einem vorweggenommenen Final gesprochen und entsprechend den HCD nach dem souveränen Sieg als klaren Titelfavoriten ausgemacht. Doch Fribourg-Gottéron hat sich als ebenso schnell, aggressiv, kompakt und breit aufgestellt erwiesen wie der Rekordmeister. Die beiden trennen nur Nuancen – und diese lassen die Würfel in jedem Spiel wieder auf die andere Seite fallen.
Wer also geht mit den besseren Trümpfen in dieses alles entscheidende Spiel 7? Unmöglich zu sagen. Das Momentum würde für Fribourg sprechen, nachdem es am Dienstag in der Verlängerung und damit in extremis einen ersten Meisterpuck der Davoser abgewehrt hat. Doch etwas, das ebenfalls beide Teams auszeichnet, ist die Fähigkeit, auf Rückschläge zu reagieren.
Fribourg-Gottéron stand als Qualifikationszweiter bereits im Viertelfinal gegen Rapperswil-Jona bei zunächst 0:2 und danach 2:3 Siegen vor dem blamablen Aus. Dann führte man in der Finalserie zweimal mit einem Break und gab dieses daheim gleich wieder zurück. Schliesslich verlor man das fünfte Spiel nach einer 3:0-Führung noch in der Verlängerung.
Davos auf der anderen Seite steckte die beiden Heimniederlagen, die erste nach einem umstrittenen aberkannten Tor und die zweite in der zweiten Overtime, weg und muss sich nun noch einmal neu fokussieren, nachdem es bereits eine Hand am Pokal hielt.
Drama und Unterhaltung pur
Zum vierten Mal in den letzten fünf Jahren kommen die Hockey-Liebhaber in den Genuss eines entscheidenden siebten Spiels. Das Duell zwischen Davos und Fribourg, die erstmals in einem Final aufeinandertreffen, ist Drama und Unterhaltung pur. Intensiv, schnell, umkämpft, mit verrückten Wendungen und unerwarteten Helden.