Wer mit welchen Positionen für Ausserrhoden in den Nationalrat will
Bleibt der Ausserrhoder Nationalratssitz bei der SVP? Oder geht er zurück an die FDP? Darüber entschieden wird am 8. März. Für welche Politik die beiden Kandidierenden, Jennifer Abderhalden (FDP) und Edgar Bischof (SVP) stehen, erzählen sie im Interview.
Zwei bürgerliche Kandidierende duellieren sich um den einzigen Ausserrhoder Nationalratssitz. Die FDP will diesen nach über zehn Jahren mit der 48-jährigen Juristin und ausgebildeten Primarlehrerin Jennifer Abderhalden aus Speicher zurückerobern. Ihr Kontrahent, der 58-jährige Unternehmer Edgar Bischof aus Teufen hingegen, möchte den Sitz von seinem zurückgetretenen SVP-Parteikollegen David Zuberbühler erben.
Die anderen Ausserrhoder Parteien und Gruppierungen bekundeten teilweise Mühe damit, sich auf Wahlempfehlungen für einen der beiden Kandidierenden festzulegen. «Trotz der unterschiedlichen Profile sind die Perspektiven der beiden bei vielen Themen nahe beieinander», teilte etwa die Mitte AR in einem Communiqué mit. Die Delegierten empfehlen folglich beide zur Wahl.
«Unentschieden zwischen Edgar Bischof und Jennifer Abderhalden» titelten wiederum die Parteiunabhängigen Appenzell Ausserrhoden (PU AR) über einer Medienmitteilung. Die Mitgliederbefragung habe in einer Pattsituation geendet. Folglich gibt es bei der PU AR – anders als etwa bei der SP, welche Abderhalden zur Wahl empfiehlt – keine klare Wahlempfehlung.
Für welche politischen Positionen Jennifer Abderhalden und Edgar Bischof stehen und wo allenfalls Unterschiede oder Gemeinsamkeiten bestehen, wollte die Nachrichtenagentur Keystone-SDA mittels sechs Fragen an die beiden Kandidierenden in Erfahrung bringen.
Welche politischen Themen wollen Sie als Nationalrätin respektive als Nationalrat ins Zentrum stellen?
Jennifer Abderhalden: Aufgrund meines Werdegangs ist mir die Bildung sehr wichtig. Ohne Bildung haben wir kein zukünftiges Unternehmertum und die Unternehmen keine Fachkräfte. Auch Forschung und Innovation sind mir sehr grosse Anliegen. Diese helfen uns auch bei den grossen Themen Energie und Umweltschutz.