Wer in den Kindergarten kommt, muss Deutsch können
Nach fünf Jahren Testprogramm wird die sprachliche Frühförderung in der Stadt Chur ab dem Schuljahr 2020/21 nun obligatorisch. Davon betroffen sind Kinder mit Jahrgang 2016, die über keine oder ungenügende Deutschkenntnisse verfügen. Für diese Kinder wird im Jahr vor dem Kindergarteneintritt die Deutschförderung verpflichtend, wie die Stadt Chur am Donnerstag mitteilt. Die Stadt beteiligt sich an den Kosten für die Teilnahme und bietet auch ein Elternbildungsprogramm an.
303 Familien mit Kindern dieses Jahrgangs werden in diesen Tagen von der Stadt über Angebote im Frühbereich informiert. Familien mit mutmasslich fremdsprachigem Hintergrund erhalten dabei auch einen Fragebogen, mit dem erhoben werden soll, über welchen Deutschsprachstand das Kind verfügt, wie es weiter heisst. Ergebe die Auswertung des Fragebogens, dass die Deutschkenntnisse ungenügend sind, werde die Teilnahme am Programm «Deutsch für die Schule» obligatorisch.
Die Stadt schreibt weiter, dass das Programm inzwischen eine hohe Akzeptanz geniesse und etwa im laufenden Programm 85 Prozent der Kinder, die eine Teilnahmeempfehlung erhalten hatten, auch angemeldet wurden. Mit dem Obligatorium wolle man nun alle betroffenen Familien miteinbeziehen.
Am Samstag 25. Januar findet in der Aula des Schulhauses Daleu in Chur ausserdem eine Informationsveranstaltung für interessierte Eltern statt