Wer folgt im Bundesrat auf Guy Parmelin?
Das Kandidatenkarussell für die Nachfolge des per Ende Jahr zurücktretenden Bundesrats Guy Parmelin dreht sich bereits. Für die Wahl am 9. Dezember kursieren schon zahlreiche Namen. Ein Überblick:
In der Wintersession wird das Parlament am 9. Dezember einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für den scheidenden Bundesrat Guy Parmelin wählen. Potenzielle Nachfolgerinnen und Nachfolger gibt es einige. Dabei fallen bekannte und weniger bekannte Namen aus dem Parlament wie auch aus den Kantonsregierungen.
SVP-Vizepräsidentin und Nationalrätin Céline Amaudruz aus Genf hatte sich nach dem Rücktritt von Ueli Maurer 2022 nicht zur Wahl gestellt. Dieses Mal könnte es sich die auch in der Deutschschweiz bekannte Politikerin anders überlegen. Amaudruz nimmt sich Zeit, um über eine mögliche Kandidatur als Nachfolgerin von Parmelin nachzudenken. «Das Wochenende dürfte lang werden», sagte sie in der Sendung «Forum» des Westschweizer Radios RTS.
Die Genferin will zunächst ihren Ehemann, ihren Arbeitgeber sowie ihren Parteivorsitzenden konsultieren – «das ist eine Frage von wenigen Tagen». Allerdings stimmte die 47-Jährige zuletzt auch immer wieder entgegen der Fraktionslinie ab, etwa bei gesellschaftspolitischen Themen wie der Ehe für alle oder bei der Legalisierung der Eizellenspende.
Kronfavoritin aus St. Gallen
Zwei weitere aussichtsreiche Kandidatinnen für den Posten als erste SVP-Bundesrätin der Schweiz kommen aus der Deutschschweiz: Es handelt sich um die Zürcher Gesundheitsdirektorin und ehemalige Nationalrätin Natalie Rickli und die St. Galler Ständerätin Esther Friedli.