Wenigstens mit dem Hund auf Barcelonas leeren Strassen
von Hans Speck
Débora Hernández Vieytes kam vor 41 Jahren im Kantonsspital Glarus auf die Welt und wohnte während vieler Jahren mit ihren Eltern Serafin und Elena und ihrer Schwester Begoña in Glarus an der Sandstrasse. Nach dem Besuch der Primar- und Sekundarschule erlernte sie den Beruf einer Kauffrau in der Netstal-Maschinen AG.
Als Sachbearbeiterin und Verkaufsassistentin arbeitete sie in den folgenden Jahren bei der Firma J. + A. Stöckli AG in Netstal und bei der Netstal-Maschinen AG in Näfels.
Von Glarus nach Barcelona
Dank ihren Sprachkenntnissen und als spanische Staatsangehörige wechselte die Frau im Auftrag der «Giessi» in die katalonische Hauptstadt Barcelona. Wegen der Wirtschaftskrise in Spanien musste der Betrieb 2008 Personal reduzieren. Darauf entschloss sich «Debi», wie sie von Freunden genannt wird, sich umzuschulen, und übt seither in Barcelona den Beruf als Kinesiologin aus.
Sie wohnt ganz in der Nähe der Avenida Diagonal an einer der wichtigsten Verkehrsachsen Barcelonas, genauer gesagt an der Carrer Diputacio, kaum 200 Meter von der einst grössten Stierkampfarena Barcelonas, der Plaza de Toros Monumental, entfernt. Rund 500 Meter sind es bis zum Tourismus-Hotspot, der Basilika «La Sagrada Familia» von Stararchitekt Antoni Gaudí.
Völlig eingebrochener Tourismus
Barcelona ist nach Madrid die zweitgrösste Stadt Spaniens. Sie liegt am Mittelmeer, circa 120 Kilometer südlich der Pyrenäen und der Grenze zu Frankreich. Innerhalb des Stadtgebietes leben rund 1,62 Millionen Menschen. Mit jährlich mehr als sieben Millionen Touristen aus dem Ausland zählt Barcelona überdies zu den drei meistbesuchten Städten Europas. Dieser wichtige Wirtschaftszweig ist wegen des Coronavirus nicht nur in Barcelona, sondern in ganz Spanien völlig eingebrochen. Ministerpräsident Pedro Sanchez und seine aktuelle Regierung versuchen alles, mit äusserst harten Verordnungen und Regeln der grassierende Pandemie Einhalt zu gebieten.