Wenig Bewegung bei den Arbeitslosenquoten in der Ostschweiz
In den Ostschweizer Kantonen sind die Arbeitslosenquoten stabil geblieben oder leicht gesunken. Sie liegen überall unter dem Schweizer Durchschnitt von 3 Prozent.
Im Kanton St. Gallen verharrte die Arbeitslosenquote im Juni unverändert bei 2,1 Prozent. Der Wert liegt aber höher als vor einem Jahr, als 1,9 Prozent ausgewiesen wurden.
Die Zahl der bei einem St. Galler RAV gemeldeten Stellensuchenden erhöhte sich Ende Juni im Vergleich zum Juni 2025 um 8,9 Prozent. Gegenüber dem Vormonat sei die Zahl um 0,1 Prozent geringfügig gesunken, teilte das Amt für Wirtschaft und Arbeit am Montag mit. «Dieser Rückgang ist schwächer als im Juni üblicherweise zu erwarten ist.»
Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr betreffe Stellensuchende aus Industrie und Gewerbe mit 3,6 Prozent weniger stark als Stellensuchende aus dem Dienstleistungssektor mit 12,8 Prozent.
41 Firmen mit Kurzarbeit
41 Betriebe haben Ende Juni für 1246 Mitarbeitende Kurzarbeit angemeldet. Die Zahl der Firmen reduzierte sich im Monatsvergleich um 4 und die Zahl der angemeldeten Mitarbeitenden um 344.
Von Kurzarbeit betroffen sind im Kanton St. Gallen Unternehmen in der Industrie und dem verarbeitenden Gewerbe aus allen Regionen. Im Vordergrund stünden «vor allem generell konjunkturell bedingte Schwierigkeiten», heisst es in der Mitteilung.
Im Nachbarkanton Thurgau hat sich die Arbeitslosenquote im Juni im Vergleich zum Vormonat von 2,3 auf 2,2 Prozent reduziert. Sie erreiche damit den bisher tiefsten Stand der Jahre 2025 und 2026, teilte die Staatskanzlei mit.
Der Rückgang im Juni sei teils saisonal bedingt. Gleichzeitig habe die Zahl der offenen Stellen zugenommen. Insgesamt zeige sich der Thurgauer Arbeitsmarkt stabil. Am stärksten ging die Arbeitslosigkeit im Bezirk Arbon zurück. Dort fanden im vergangenen Monat 92 Personen eine neue Anstellung.