Schänner Marc Zweifel: Seine stählernen Muskeln bringen ihm Gold in Berlin
von Gabi Corvi
Weltmeister im Bodybuilding zu werden ist eine entbehrungsreiche Sache. Das wird schnell klar, wenn man mit Marc Zweifel über den 5. November spricht. Den Tag, an dem sein Traum des Bodybuilding-Weltmeistertitels bei den Amateuren wahr geworden ist. Von Natur aus eine gute Physis, hartes Training und ein strikter Ernährungsplan haben seinen Körper am Tag X auf den Punkt geformt. Gefordert waren aber auch seine mentale Stärke und die Geduld seiner Partnerin.
«Es war für uns beide nicht immer einfach. Vieles drehte sich über einen langen Zeitraum um die richtige Menge und den richtigen Zeitpunkt der Kalorienzufuhr und ums Wassertrinken – oder eben auch Nicht-Trinken», schmunzelt Zweifel. Zudem liege Süsses sowieso praktisch nie drin und Salz wird entweder intensiv verwendet oder gar nicht. Das Ganze könne einen schon mal übellaunig werden lassen, gibt Zweifel unumwunden zu. Und wenn dann sogar der bereitgestellte Kuchen und die heiss ersehnte Cola nach der Rangverkündigung an der WM immer noch warten müssen, dann wirds selbst für einen Kerl wie Marc Zweifel hammerhart. Doch davon später.
Selbstbewusst den Körper zeigen
Marc Zweifel ist in Schänis aufgewachsen und wohnt nach einer jobbedingten Abwesenheit seit 2019 wieder in seinem Heimatdorf. An der Seite des 35-Jährigen sind seine Lebenspartnerin Gemiliana Tatti und die zweijährige Tochter Chiara-Anastasiya. «Sie waren und sind meine Motivation, und auch in Berlin waren die beiden dabei», erzählt der frischgebackene Weltmeister. Eigentlich war es seine Partnerin, die ihn dazu gebracht hat, mit dem Bodybuilding wieder durchzustarten.