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Schweiz und Welt

Wein ist nicht gleich Wein

Andrina Brodbeck
12.04.2020, 04:30 Uhr
gestern um 12:16 Uhr

Mit der Online-Plattform «visual.wine» und dem E-Book «Der schnelle visuelle Weinguide ... oder wie man Essenzielles über den Inhalt einer Weinflasche erfährt», will der Weinanalyst René Wyttenbach gemeinsam mit seiner Frau einen Überblick über die ungeheure Menge an Weinen verschaffen. Ausserdem soll mit digitalen Mitteln ein eigenes Weinprofil über Rebsorten und Weintypen erstellt werden können.

«Ich habe ein visuelles System entwickelt, das Weine in seiner Grundsubstanz mit seinen Harmonien, Hauptaromen, Gewichtigkeit, Extrakt, Extrapolation der Reife und Länge darstellt», sagt Wyttenbach. Das Ziel sei es, rund 160 bis 180 Weingüter aus allen Regionen der Welt, wo interessante Weine und heimische Rebsorten wachsen würden, zu präsentieren. «Unser Augenmerk ist dadurch vor allem auf Europa gerichtet, da selbst Italien über 600 indigene Rebsorten anbaut», sagt Wyttenbach. Aber es sei nicht überall ganz einfach, denn «es gibt Regionen, wie zum Beispiel Graubünden, wo es viel Überzeugungsarbeit braucht, um traditionelle Strukturen aufzubrechen und ein digitales Hilfsmittel zu implantieren», so Wyttenbach.

Eine grosse Auswahl

Zurzeit seien 380 Weine auf der Plattform aus aller Welt aufgelistet. Darunter auch Vertreter aus Graubünden. «Bis jetzt haben wir insgesamt über 100 Weingüter als Partner gewonnen. Ziel sind höchstens 60 bis 80 weitere mit etwa 600 vorgestellten Weinen», sagt Wyttenbach und fügt hinzu: «Es macht keinen Sinn, einen Weinguide mit Hunderten von Cabernets und Chardonnays zu präsentieren, denn wir wollen den Konsumenten ja die Qual der Wahl erleichtern und helfen, ihren Wein rascher zu finden.»

Erarbeitet wird das ganze wie folgt: Die Weingüter und professionelle Degustationsgruppen erarbeiten eine Analyse und werten diese im Nachhinein aus. Danach können Weinkonsumenten elektronische Infos über die Weine erhalten und sehen in einem Diagramm dessen Eigenschaften.

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