Ausblick des Landammanns
Liebe Davoserinnen und Davoser, Erst- und Zweitheimische, liebe Gäste
Es ist Halbzeit in der aktuellen Legislatur. Zeit für einen Blick zurück auf zwei turbulente Jahre und für einen Ausblick in eine Zeit, in der wir trotz schwierigem Umfeld grosse Chancen für unser Davos nutzen wollen.
Die letzten Jahre waren geprägt von aussergewöhnlichen globalen Ereignissen, die uns auch in Davos stark beschäftigten. Das Positive: Die Hoffnung, die Covid-Pandemie im Verlauf von 2022 in den Griff zu bekommen, hat sich bewahrheitet. Das Kongresswesen ist wiedererstarkt (es gab sogar Rekordmonate!), und unzählige Kultur- und Sportveranstaltungen fanden wieder statt. Sinnbildlich: Noch vor einem Jahr feierten wir Silvester und Neujahr im Privaten, heuer durften wir mit dem 94. Spengler Cup ein geniales Hockeyfest erleben und uns an zahlreichen Besucherinnen und Besuchern am Neujahrsapéro und einem ausverkauften Neujahrskonzert des Davos Festivals erfreuen.
Das Ende der Covid-Massnahmen war aber nicht das Ende globaler Krisen. Seit Februar tobt in Europa ein Angriffskrieg, der unseren Sozialdienst mit zusätzlichen Aufgaben konfrontiert. Seit Sommer müssen wir uns mit der Möglichkeit einer Energiemangellage auseinandersetzen. Dazu kommen Teuerung und drohender Kaufkraftverlust.
Wir haben uns in den letzten Jahren laufend und engagiert mit wechselnden Aussenbedingungen beschäftigt und verschiedentlich unterstützt, wo es nötig war. Zu erwähnen sind die Unterstützung des zwischenzeitlich gebeutelten Kongresswesens, des HCD nach den beiden Absagen des Spengler Cups oder die Entlastung der Davoser Betriebe mit dem Rabatt bei der Tourismusförderungsabgabe. Für das kommende Jahr verzichten wir einmalig auf die Konzessionsabgabe des EWD, um Preissteigerungen bei Haushalten und Betrieben wenigstens teilweise abzufedern.
Wichtig: Massnahmen und Preissteigerungen im Energiebereich belasten auch den Gemeindehaushalt wesentlich. Nicht zuletzt darum sind für das neue Jahr auch verschiedene Investitionen geplant, welche zur besseren Energieeffizienz und Erhöhung der Eigenproduktion beitragen. Solche Massnahmen sind nicht mehr allein Gebot des Klimaschutzes, sondern auch unternehmerische Notwendigkeit zur Abfederung von Preissteigerungen.