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Schweiz & Welt

Ein bisschen Sommer im Herbst

Kristina Schmid
18.10.2019, 04:30 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

Es war kein ­durchschnittlicher September. Nicht weltweit, und auch nicht in ­Graubünden oder Glarus. Global betrachtet war der vergangene Monat nach ­Messungen der ­US-Klimabehörde NOAA der wärmste September seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880 – gemeinsam mit dem September 2015.

Auch in ­Graubünden und Glarus war der September in diesem Jahr sehr warm, wenn auch nicht der bisher wärmste. Wie Fabian Umbricht von Meteotest sagt, war es in der Südostschweiz rund ein Grad wärmer als in ­diesem Monat durchschnittlich üblich. Ein Beispiel: Während die Mittel­temperatur im September in Chur normalerweise bei 14,6 Grad liegt, lag sie dieses Jahr bei 15,5 Grad.

Sonnig und warm

Der September brachte vor allem dem Rheintal noch ­einmal sehr warme Temperaturen: «Wir ­hatten Sommertage im Herbst», sagt Umbricht. «In Chur gab es etwa fünf solcher Tage.» An diesen überstiegen die Temperaturen die ­Sommertag-Marke von 25 Grad. Trotzdem zähle die Südostschweiz global betrachtet nicht zu jenen Regionen, in denen 2019 die Temperatur-Anomalie mitunter am grössten ausfiel.

Der September war in ­diesem Jahr aber nicht nur ein warmer, ­sondern auch ein sonniger ­Monat. In der Region Südostschweiz gab es nämlich 25 ­Prozent mehr Sonnenschein als ­eigentlich üblich wäre. Und: Der Monat war vergleichsweise trocken. Man kann also sagen, der September brachte Graubünden sehr viele sehr schöne Tage.

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