Waltert kratzt vor US Open an Top 100
Simona Waltert und die Grand-Slam-Turniere. Bisher ist das noch keine Liebesbeziehung – zumindest beim Blick auf die Resultate. Gut, 2017 schaffte es die Churerin beim Turnier der Juniorinnen bis in die Halbfinals. Bei der Elite aber war das Bild bislang immer das gleiche: Vier Mal schaffte es Waltert in die Qualifikation, den Sprung ins Hauptfeld verpasste sie aber stets. Drei Mal scheiterte sie in der zweiten von drei Runden. Zuletzt blieb sie in Wimbledon in der Startrunde hängen.
Nächster Versuch: New York
An den US Open erhält Waltert diese Woche die nächste Chance, den Sprung in ein Grand-Slam-Feld zu schaffen. Für die 21-Jährige ist es der erste Auftritt beim Turnier in Flushing Meadows. Ihre erste Gegnerin am Mittwoch: die Usbekin Nigina Abduraimova, derzeit die Nummer 174 der Welt. Die beiden sind zuvor noch nie aufeinandergetroffen.
Waltert auf Rekordplatz
Waltert kann mit breiter Brust in ihr Erstrundenduell in New York gehen. Die Bündnerin überzeugte in den letzten Wochen mit dem Viertelfinaleinzug beim WTA-Turnier in Lausanne, wo sie mit einer Wildcard angetreten unter anderem die Amerikanerin Danielle Collins (WTA 8) bezwang. Bei den Vorbereitungsturnieren für die US Open in Landisville und New York erreichte Waltert zwei Mal die Halbfinals, bezwang dabei mit der Französin Océane Dodin eine weitere Top-100-Spielerin.
Waltert selbst hat seit dem Heimturnier in Lausanne einen gewaltigen Satz im Ranking gemacht und liegt neu auf Rang 123, so weit vorne wie noch nie zuvor in ihrer Karriere. Zum Vergleich: Zu Beginn des Jahres wurde Waltert noch auf Rang 210 geführt. Fehlt nur noch eines: die erste Qualifikation für ein Grand-Slam-Turnier.