Von englischer Dominanz nicht mehr viel zu sehen
Der Premier League droht in der Champions League ein Debakel: Keines der sechs englischen Teams gewinnt sein Achtelfinal-Hinspiel, dreimal resultiert sogar eine deutliche Niederlage.
Bis zu diesem Zeitpunkt des Wettbewerbs war England die dominierende Nation. Alle sechs Teams der Premier League – kein Land hatte mehr Teilnehmer im Wettbewerb – erreichten die Achtelfinals, fünf sogar ohne Umweg über die Playoffs. Nun aber könnte sich die Zahl der Teams mehr als halbieren.
Einzig Arsenal und Newcastle gehen nächste Woche immerhin ohne Rückstand in die Rückspiele, beide spielten 1:1. Während Premier-League-Leader Arsenal zuhause auf Leverkusen trifft, blickt Newcastle jedoch einer schwierigen Aufgabe in Barcelona entgegen.
Die vier anderen Teams brauchen eine Aufholjagd: Liverpool muss gegen Galatasaray ein 0:1 wettmachen, während Tottenham, Manchester City und Chelsea gar mit einer Hypothek von drei Toren in die Rückspiele gehen.
Citys Real-Komplex
Dabei hatte sich gerade Manchester City im Vorfeld grosse Hoffnungen gemacht. Gegner Real Madrid war durch Verletzungen und interne Querelen geschwächt, hatte in der heimischen Meisterschaft zuletzt häufig Mühe. Doch davon war am Mittwochabend wenig zu sehen – im Gegenteil. Die Gäste wurden im Bernabeu regelrecht überfahren, lagen bereits zur Pause 0:3 zurück und könnten nun zum dritten Mal in Folge und zum vierten Mal in den letzten fünf Jahren im Europacup an Real scheitern.
«Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Mannschaft schlecht gespielt hat, aber das Ergebnis spricht für sich», musste Citys Trainer Pep Guardiola einräumen. Sein Team müsse nun versuchen, im Rückspiel vom kommenden Dienstag die Fans hinter sich zu vereinen und trotz der misslichen Ausgangslage eine gute Stimmung zu schaffen. «Es wird hart, aber im Fussball weiss man nie», so Guardiola, der nun auf das Prinzip Hoffnung setzen muss.
Wieder Goaliefehler bei Londoner Team