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Schweiz und Welt

Von Arlington bis Zayu: Was es vor der WM zu wissen gibt

Agentur sda
10.06.2026, 05:00 Uhr

Von Arlington bis Zayu – Das ABC für den WM-Start.

Arlington: Die WM 2026 findet in 16 Städten statt. Je drei Stadien liegen in Mexiko und Kanada, die restlichen in den USA, darunter das Finalstadion in New Jersey und die mit 94'000 Plätzen grösste Arena in Arlington, in der Nähe von Dallas.

Ball: Der offizielle Ball heisst Trionda, und er rollt solange wie noch nie an einer WM. Vom Eröffnungsspiel am 11. Juni bis zum Final am 19. Juli finden 104 Partien statt.

Curaçao: 48 Mannschaften sind dabei, vier von ihnen schafften die Qualifikation zum ersten Mal: Kap Verde, Jordanien, Usbekistan und der Karibikstaat Curaçao als kleinstes Land überhaupt in der WM-Geschichte.

Distanzen: Der Weltmeister 2026 wird beachtliche Distanzen absolviert haben. Zwischen dem südlichsten Stadion in Mexiko City und dem nördlichsten in Vancouver liegen über 4500 Kilometer, Miami und Vancouver sind sogar nochmals 1000 Kilometer weiter voneinander entfernt.

Eröffnungsfeier: In jedem Gastgeberland findet eine Eröffnungszeremonie statt: vor dem Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika im Aztekenstadion und am Tag darauf in Toronto und in Los Angeles. Zu den auftretenden Stars gehören Alanis Morissette, Katy Perry oder Michael Bublé.

Favoriten: Keiner der Gastgeber gehört zum WM-Favoritenkreis. Für die meisten Wettanbieter haben Spanien und Frankreich die besten Siegchancen, gefolgt von Argentinien, Brasilien und Portugal. Wer auf den ersten WM-Titel der Schweiz setzt, kann das 80-fache seines Einsatzes herausholen.

Golden Boot: Kylian Mbappé gewann vor vier Jahren mit acht Treffern den Goldenen Schuh des besten Torschützen. Der Franzose kann wie Lionel Messi nun sogar den WM-Torrekord von Miroslav Klose (16 Treffer) anvisieren. Um mit dem Deutschen gleichzuziehen, muss Mbappé viermal treffen, Messi dreimal.

Halbzeitshow: Der Final in East Rutherford am 19. Juli wird erstmals eine, aus dem Super Bowl bestens bekannte Halbzeitshow beinhalten. Madonna, Shakira und die südkoreanische Boyband BTS sind angekündigt.

Infantino: Im Zentrum der politische Fussballmacht steht (immer noch) ein Walliser. Gianni Infantino ist seit über zehn Jahren FIFA-Präsident und damit oberster Boss der WM. Mit der Aufstockung des Turniers machte er sich einige Feinde, aber noch viel mehr Freunde.

Journalisten: Rund 16'000 Medienvertreter haben von der FIFA für das Turnier eine Akkreditierung erhalten. Dazu gehören Journalisten, Techniker und Fotografen. Zählt man alle für die Medien im Einsatz stehenden Personen zusammen, kommt man auf rund 50'000.

Kader: Die Nationaltrainer durften 26 Spieler für die WM nominieren. Insgesamt kommt die FIFA bei jeder der 48 Delegationen für die Reise und den Unterhalt von 50 Personen auf.

Lionel Messi: Der Argentinier bestreitet seine sechste WM. Gleiches gilt für seinen ewigen Rivalen Cristiano Ronaldo. Bei den bestrittenen WM-Spielen hat Messi mit 26:22 die Nase vorn. Granit Xhaka und Ricardo Rodriguez sind zum vierten Mal dabei und schliessen zu den Schweizer Rekordhaltern Xherdan Shaqiri und Valon Behrami auf.

Modus: Der Weg in das Finalwochenende ist in diesem Jahr länger. Die vier Halbfinalisten werden insgesamt acht Partien anstatt wie bisher sieben bestreiten, neu beginnt die K.o.-Phase eine Runde früher, nämlich mit den Sechzehntelfinals.

Nachtruhe: 104 Spiele mit einer Zeitverschiebung von sechs bis neun Stunden sind eine Herausforderung für den europäischen Fussballfan. Die Anspielzeiten sind zwischen 18.00 Uhr und 6.00 Uhr Schweizer Zeit. Die gute Nachricht: Die Schweizer Gruppenspiele sowie Halbfinals und Final finden alle um 21.00 Uhr statt.

Ottawa: Weder in der kanadischen noch in der amerikanischen Hauptstadt finden WM-Spiele statt. Die Stadien in Ottawa und Washington D.C. konnten die Kriterien der Organisatoren nicht erfüllen. Zuvor war erst zweimal die Hauptstadt nicht auch Austragungsort der WM-Gastgeber gewesen: 1974 Bonn und 2002 Tokio.

Preisgeld: Mit 871 Millionen Dollar ist das komplette Preisgeld für die anstehende WM fast doppelt so hoch wie vor vier Jahren. Der Weltmeister bekommt 50 Millionen Dollar, der andere Finalist 33 Millionen. Ein Ausscheiden in der Vorrunde bringt neun Millionen Dollar, nebst der Antrittsgage von 12,5 Millionen.

Qualifikation: Der vierfache Weltmeister Italien ist der grosse Abwesende des Turniers. Zum dritten Mal in Folge verpasste das Team um Gianluigi Donnarumma eine WM. Andere grosse Namen, die in der Qualifikation scheiterten, sind der Georgier Chwitscha Kwarazchelia, der Ungar Dominik Szoboszlai, der Kameruner Bryan Mbeumo, der Pole Robert Lewandowski oder der Nigerianer Victor Osimhen.

Rechnen: Die ersten zwei jeder Gruppe sowie die acht besten der zwölf Gruppendritten kommen in den Sechzehntelfinal. Es gibt 495 mögliche Varianten, wie die Gruppendritten für die erste K.o.-Runde auf die Gruppensieger verteilt werden, aufgelistet in der Turnierverordnung auf den Seiten 80 bis 97.

Sandro Schärer: Zum ersten Mal seit 16 Jahren stellt die Schweiz einen WM-Referee. Der 37-jährige Schwyzer Sandro Schärer ist einer von 52 aufgebotenen Hauptschiedsrichtern. Ebenfalls als Offizieller dabei ist der Aargauer Fedayi San als Videoschiedsrichter.

Teamcamp: Während die Schiedsrichter in Miami untergebracht sind, hat das Schweizer Nationalteam das Fairmont Grand Del Mar Hotel in San Diego als Camp gewählt. Auch Australien, Österreich, die USA, Katar, Paraguay und Neuseeland sind in Kalifornien stationiert. Die Neuseeländer haben ein Hotel nur wenige Kilometer von den Schweizern entfernt.

USA: Auch wenn es drei Gastgeberländer gibt, steht die USA im Mittelpunkt. Das Land des American Footballs stellt elf der zwölf grössten Stadion und dürfte dafür sorgen, dass der Rekord-Zuschauerschnitt von der WM 1994 (68'991) geschlagen wird.

Verwarnungen: Wie an den letzten Weltmeisterschaften ist ein Spieler nach zwei Verwarnungen für das nächste Spiel gesperrt. Die Gelben Karten werden nach der Vorrunde und nach den Viertelfinals gestrichen.

WM-Pokal: Die aktuelle Trophäe, die zwei Fussballer darstellt, die gemeinsam einen Globus halten, wird seit 1974 vergeben. Sie wurde vom italienischen Bildhauer Silvio Gazzaniga entworfen. Der materielle Wert des Originals, das im FIFA-Museum in Zürich aufbewahrt wird, beträgt gut 400'000 Franken. Die Sieger bekommen eine Nachbildung aus Bronze.

XXL-Turnier: Mit 48 Teams verdient das WM-Turnier die Bezeichnung XXL. Allerdings könnte es schon bald noch mehr Teilnehmer geben. Gianni Infantino gehört zu den Befürwortern einer WM mit 64 Mannschaften.

Yakin: Zum zweiten Mal reist die Schweiz mit Murat Yakin als Trainer an eine WM. Mit seinen fast fünf Jahren im Amt gehört Yakin zu den Top 10 der dienstältesten WM-Coaches. Die klare Nummer 1 diesbezüglich ist Frankreichs Didier Deschamps mit fast 14 Jahren im Amt.

Zayu: Maple, Zayu und Clutch heissen die Maskottchen des Turniers. Maple ist ein kanadischer Elch, Zayu ein mexikanischer Jaguar und Clutch ein amerikanischer Weisskopfseeadler.

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