Für Volley Näfels ist es auch ohne Final eine gute Saison
von Köbi Hefti
Das primäre Ziel von Näfels in der Saison 2022/23, wieder zu den vier besten Teams des Landes zu gehören, wurde mit Bravour erreicht. Am Ende resultierte eine Bronzemedaille. Die Qualifikation hatte Volley Näfels auf dem zweiten Platz abgeschlossen und bis zuletzt um den Qualifikationssieg gekämpft. Neun Spiele gewannen die Näfelser ohne Satzverlust. Nur in drei Partien mussten sie ohne Punkte vom Feld, einmal gegen Amriswil zu Beginn der Saison und zweimal gegen den Qualifikationssieger Chênois, einmal daheim nach einem hochemotionalen Spiel und am Ende der Qualifikation in Genf, als den Näfelsern fast nichts gelang. Bis zu diesem Zeitpunkt überzeugte das Team von Trainer Matjaz Hafner 17 Runden Spiel für Spiel fast durchwegs. Es begeisterte die Zuschauer und die Verantwortlichen, aber auch sich selbst. Das Team hatte und weckte Emotionen. Präsident Martin Landolt meint dazu: «Während der Qualifikation funktionierte fast alles – vielleicht lief es sogar zu gut.» Die Hafner-Truppe lieferte, war stärker, als es viele Experten und Fans gedacht hatten. Das Team, das Teammanager Ivan Bedrac zusammengestellt hatte, funktionierte, auch weil das Trainergespann Matjaz Hafner und Alvaro Jurado einen ausgezeichneten Job machte.
Überzeugende Einkäufe
Mit nur vier neuen Spielern blieb das Gerüst bei Volley Näfels dasselbe wie im Vorjahr, doch die Stammsechs sah ganz anders aus. Vom letztjährigen Team verblieben mit Iliya Goldrin, Risto Nikolov und Lorenz Küng nur drei in der Starting-Six. Dazu gesellten sich die neuen Spieler Nico Beeler, Leandro Mejia, Błazej Podlesny und Antti Ropponen. Jeder dieser Spieler hielt, was man sich von ihm versprach. Beeler war der stabile Alleskönner, Mejia der fröhliche Hammermann aus Südamerika in der Mitte, Podlesny der flinke Zuspieler mit dem herausragenden Rückwärtspass und Ropponen der Punktegarant. Der Finne brauchte zwar eine gewisse Zeit, bis er seinen Rhythmus fand. «Ich hatte in der Vorbereitung und zu Saisonbeginn etwas Mühe. Aber wir haben geduldig zusammengearbeitet, bis es funktionierte», erklärt er. Die Stärke des Näfelser Topskorers beeindruckte die Gegner derart, dass Antti Ropponen von den NLA-Coaches zum MVP, dem wertvollsten Spieler dieser Saison in der NLA gewählt wurde. Damit hatte der Finne nicht gerechnet. «Das war eine sehr grosse Überraschung. Aber ohne mein Team hätte ich diese Auszeichnung nicht erhalten, entsprechend bedanke ich mich beim Team.»