«Bricht mir mein Herz» – jetzt spricht Fabiana Mottis über ihre Horrorverletzung
Es hätte der vorläufige Höhepunkt ihrer Karriere werden sollen. Doch es kam alles anders.
Von vorne: Im Frühsommer wird Volleyballerin Fabiana Mottis erstmals für das Schweizer Nationalteam nominiert. Die Südbündnerin machte die gesamte Vorbereitung, erkämpfte sich einen Platz für die EM in Italien, ihre erste Endrunde überhaupt. Im dritten Gruppenspiel der Schweizerinnen gegen Rumänien dann der Schock: Die 20-Jährige verletzt sich am Fuss, wird für weiter Untersuchungen sofort in die Schweiz zurückgefahren. Und erhält dort die niederschmetternde Diagnose: Riss der Achillessehne. Mottis muss unters Messer. Ihr Klub, der Neuchâtel UC, Triple-Sieger der Vorsaison, teilt in einem Communiqé mit, dass die Saison der Libera damit gelaufen ist.
Nun meldet sich Mottis selbst erstmals seit der Verletzung zu Wort. Auf Instagram gibt sie weitere Details bekannt: «Ich werde eine lange Reha machen müssen. Diese dauert rund acht Monate.» Bitter, denn: Nach dem Abschluss ihrer Matura im Sommer wollte Mottis erstmals überhaupt in ihrer Karriere diese Saison voll auf den Sport setzen.
Entsprechend gross ist das Gefühlschaos bei der Bündnerin: «Ich habe noch immer Mühe, die richtigen Worte zu finden.» Mottis postet dazu ein Video, wie das Schweizer Team mit dem Trikot ihrer verletzten Kollegin für ein Foto posiert. «Ich möchte mich bei meinen Teamkolleginnen bedanken, die trotz meiner Absenz immer hinter mir standen.» Und weiter: «Mein Team hat Geschichte geschrieben.» Erstmals überhaupt in der Geschichte von Swiss Volley qualifizierte sich das Frauen-Nationalteam für die Achtelfinals einer EM.
Trotz der schwierigen Situation findet Mottis auch Mut: «Leider gehören solche Dinge zum Sport. Aber eines ist klar: Ich komme stärker zurück.»