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Schweiz & Welt

Über die Hälfte der Produkte fällt beim Ostschweizer Vitamin-Test durch

Südostschweiz
30.01.2023, 16:13 Uhr
12.05.2026, 16:56 Uhr

Vitamine sind lebenswichtige Nährstoffe. Viele Menschen sind sich der Wichtigkeit einer genügenden Versorgung mit Vitaminen bewusst, aber auch der Meinung, sich mit der normalen Ernährung nicht ausreichend mit Vitaminen zu versorgen. Die Lebensmittelindustrie bietet eine grosse Palette an Produkten an, deren besondere Zusammensetzung entsprechend angepriesen wird. Sowohl aus ernährungsphysiologischer Sicht als auch zur Verhinderung von Täuschungen ist es wichtig, dass die tatsächliche Menge an Vitaminen richtig deklariert wird.

Deshalb wurden im vergangenen Frühjahr im Rahmen einer koordinierten Kampagne der Ostschweizer Kantone und des Fürstentums Liechtenstein nebst Nahrungsergänzungsmitteln auch mit Vitaminen angereicherte Getränke amtlich erhoben und in den Kantonslaboratorien Graubünden, Thurgau und Zürich analysiert und bewertet. Für Nahrungsergänzungsmittel und vitaminisierte Lebensmittel gilt, dass zum Zeitpunkt der Abgabe an die Konsumentinnen und Konsumenten die deklarierte Menge an Vitaminen garantiert ist.

Was steht drauf, was ist drin?

Bei der Bewertung im Labor wurden die vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen publizierten Toleranzen berücksichtigt. Dennoch erwiesen sich 31 der 51 untersuchten Produkte als nicht konform (61 Prozent), wie das für Graubünden und Glarus zuständige Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit schreibt. Beanstandet wurden laut Mitteilung in erster Linie nicht korrekt deklarierte Vitamingehalte, aber auch allgemeine Mängel bei der Kennzeichnung. Die Produzenten seien aufgefordert worden, ihre Selbstkontrolle in Sachen Herstellung und Deklaration zu verbessern. (mitg/red)

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