Vingegaard nach Sieg im Teamzeitfahren erster Leader
Jonas Vingegaard legt im Duell der Giganten gegen Tadej Pogacar vor. Der Däne fährt im Mannschaftszeitfahren zum Auftakt der Tour de France in Barcelona mit der Bestzeit ins erste Leadertrikot.
Damit beginnt die 113. Ausgabe der Frankreich-Rundfahrt mit einer kleinen Überraschung. Zwar war dem Team Visma-Lease a Bike zugetraut worden, auf dem 19,6 km langen Parcours durch die katalanische Metropole vorne mitzufahren. Dass Jonas Vingegaard im Trikot der niederländischen Equipe in 21:48 Minuten die Bestzeit aufstellen und als schnellster Fahrer des Feldes das Maillot jaune übernehmen würde, hatten jedoch die wenigsten erwartet.
Pogacar büsst 12 Sekunden ein
Am Ende hatte der Giro-Sieger, der in den nächsten drei Wochen seinen dritten Tour-Gesamtsieg nach 2022 und 2023 anstrebt, acht Sekunden Vorsprung auf den Italiener Filippo Ganna von Ineos. Vingegaards grosser Rivale, der Vorjahressieger und Topfavorit Tadej Pogacar, landete für UAE Emirates mit zwölf Sekunden Rückstand auf Platz 3.
Anders als bei vorherigen Mannschaftszeitfahren bei der Tour de France wurde die Zeit bei allen Fahrern einzeln genommen. Nach einem flachen Beginn endete die Etappe mit zwei kurzen Anstiegen.
Voisard führt Tudor an
Als die Frankreich-Rundfahrt vor 34 Jahren erstmals in Spanien startete, verpasste Alex Zülle im Prolog in San Sebastian als Zweiter das Maillot jaune nur um zwei Sekunden. Beim dritten Grand Départ nach 1992 und 2023 in Spanien lagen die Schweizer hingegen weit von den Spitzenrängen entfernt. Yannis Voisard überquerte die Ziellinie beim Olympiastadion als erster des Schweizer Tudor-Teams. Mit einem Rückstand von 1:14 Minuten reichte dies zum 17. Rang unter 23 Teams.
Die Tour de France bleibt noch zwei weitere Tage in Spanien. Die 2. Etappe vom Sonntag führt über 168,5 km von Tarragona zurück nach Barcelona und verspricht mit ihrem anspruchsvollen Finale erneut Spannung. Dieses ist gespickt mit teils steilen Rampen und damit zugeschnitten auf Klassiker-Spezialisten und sogenannte Puncher wie Marc Hirschi.