Vierter Auswärtssieg – Davos gleicht gegen Fribourg wieder aus
Der HC Davos gleicht den Playoff-Final gegen Fribourg-Gottéron mit dem zweiten Auswärtssieg wieder aus. Nach dem 1:0 in Freiburg steht es in der Best-of-7-Serie 2:2.
Der Heimvorteil spielt in dieser recht kuriosen Finalserie bislang keine Rolle. Jedes Mal geht das Auswärtsteam früh in Führung, jedes Mal gewinnt es danach auch. Erstmals kam es in einem Schweizer Playoff-Final in den ersten vier Spielen zu vier Auswärtssiegen.
Am Freitagabend in Freiburg war es Julian Parrée, der in der 5. Minute nach einem Fehlpass von Jamiro Reber enteilte und eiskalt in die nahe Ecke abschloss. Der 23-Jährige aus dem eigenen Nachwuchs ist ein Symbol der Ausgeglichenheit der Davoser in dieser Saison. Nach seinem zweiten Treffer ist der Viertlinien-Flügel nun bester Skorer dieses Finals.
Besonders erfreulich ist für Davos auch die Rückkehr des seit Mitte Januar nach einer Kopfverletzung ausgefallenen Centers Enzo Corvi. Dafür fehlte Verteidiger Michael Fora nach seinem Kurz-Comeback am Mittwoch wieder, ebenso wie Filip Zadina nach dem Stockfoul von Lucas Wallmark. Er wurde durch Adam Tambellini ersetzt, der erstmals in diesem Final zum Einsatz kam und unauffällig blieb.
Aeschlimanns dritter Shutout
Wie im ersten Heimspiel geriet Fribourg früh in Rückstand und konnte trotz grosser Bemühungen nicht mehr reagieren. Und wie am letzten Montag stand das Schlussresultat schon nach dem ersten Drittel fest. 36 Mal schossen die Freiburger auf das Tor des äusserst stilsicheren und ruhigen Sandro Aeschlimann, etwas Zählbares resultierte aber nicht. Der Berner feierte seinen dritten Shutout in diesen Playoffs.
Ein wichtiger Grund dafür ist das geradezu unterirdisch-schlechte Freiburger Powerplay. Auch mit der Rückkehr vom Marcus Sörensen nach dreimonatiger Verletzungspause ist es kein bisschen besser geworden. Die Spieler von Coach Roger Rönnberg agieren viel zu umständlich mit einem Mann mehr und zunehmend auch ohne Selbstvertrauen.