Vier Teams kämpfen um die letzten zwei Playoff-Plätze
Am Donnerstag beginnt in der National League das Play-in: Zug empfängt in der 1. Runde die Rapperswil-Jona Lakers, während Biel zuhause gegen den Kantonsrivalen Bern antritt.
Der EV Zug war mit viel Vorschusslorbeeren in die Saison gestartet. Nach dem sang- und klanglosen Ausscheiden vor einem Jahr in den Playoff-Viertelfinals gegen Davos (0:4 Siege) wollten die Zentralschweizer wieder angreifen. In der Qualifikation blieben sie aber vieles schuldig, gewannen nie mehr als zwei Spiele in Folge. Am Ende stand nur der 8. Platz zu Buche. Somit droht der EVZ erstmals seit der Saison 2013/14 (10.) die Playoffs zu verpassen. Seither war er in der Regular Season nie schlechter als Sechster.
Für die Rapperswil-Jona Lakers ist der 7. Rang ein Erfolg. Die St. Galler gehen mit viel Selbstvertrauen in das Play-in, haben sie doch sechs der letzten sieben Partien gewonnen. Gegen Zug entschieden sie drei der vier Direktduelle in dieser Saison für sich.
Claudio Cadonau, der Sportchef der Lakers, sieht die Chancen gegen Zug knapp bei 51 zu 49 Prozent zugunsten seines Teams. «Sie sind tendenziell etwas erfahrener als wir, wenn es darum geht, grosse Spiele zu bestreiten oder auch zu gewinnen. Dafür hatten wir einen guten Lauf», erklärt er im Rahmen der Topskorer-Ehrung in Bern im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Moy hebt Arbeitsmoral hervor
Der Rapperswiler Stürmer Tyler Moy ergänzt: «Wir haben eine sehr hohe Arbeitsmoral im Team. Das zeigt sich in unserer Hartnäckigkeit und in der Art, wie wir zusammenarbeiten. Wenn wir so auftreten, sind wir ein sehr gutes Team und schwer zu schlagen.» Es gelte, den Gegner zu zermürben, so der letztjährige Schweizer WM-Topskorer.
Zugs Topskorer Dominik Kubalik sagt zur guten Verfassung der Lakers: «Es spielt keine Rolle mehr, wie sie zuvor gespielt haben. Ihr Angriff ist sehr stark, deshalb wird es für uns wichtig sein, defensiv gut zu stehen und daraus unsere Offensive zu entwickeln.» Auf die Frage, ob sie nun den Reset-Knopf gedrückt hätten, antwortete der Tscheche: «Wir haben das schon ein paar Mal versucht.» Aber nun beginne jene Zeit, auf die sie alle hingearbeitet hätten. «Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir unser bestes Eishockey dieser Saison zeigen werden.»